Berlin - Es ist der 15. November 2021, und eigentlich müsste Augusto Cesar San Martin Albistur  jetzt auf den Straßen von Havanna sein. Er ist Journalist, arbeitet für nichtstaatliche Medien, und Dissidenten und Aktivisten haben zu einem Marsch für Veränderung an diesem Tag aufgerufen. Die Regierung hat die Kundgebung für illegal erklärt. Stattdessen sitzt Albistur in Berlin, in den Räumen von Reporter ohne Grenzen (ROG) und spricht über die Linie, auf der er seit 20 Jahren balanciert, dieses Wechselspiel von Duldung und Repression in einem Land ohne Pressefreiheit. Auf der ROG-Rangliste nimmt Kuba den 171. von 180 Plätzen ein. Die Verfassung verbietet private Medien; und Journalisten, die für ein solches Medium arbeiten, werden von der Regierung eingeschüchtert, überwacht, unter Hausarrest gestellt.

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