Berlin - Zwei Freundinnen richten sich im Bad für die Disco her. Das Haarewaschen könnten sie sich eigentlich sparen, meint Trixi zu Franka. Denn bei Südwind ziehe sowieso der Dreck aus den Kraftwerken in die Stadt.

Die Filmszene spielt anno 1988 in Leipzig. Wer damals abends am Hauptbahnhof ankam, wurde oft begrüßt von einer Luft, die gelb war von der schwefligen Braunkohle. Es ist kein Zufall, dass die Umweltbewegung der DDR in der Region besonders kräftig wuchs. Monika Maron hatte schon 1981 in ihrem Roman „Flugasche“ die Umweltkatastrophe beschrieben und durfte ihn nur im Westen publizieren. Peter Wensierski hatte die Umweltaktivisten als Westreporter immer wieder besucht und auch nach seinem Einreiseverbot als Autor des ARD-Magazins „Kontraste“ den Kontakt gehalten. 2017 porträtierte er die Akteure im Buch „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“.

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