Berlin - Am vergangenen Mittwoch stand die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) kurz davor, Geschichte zu schreiben. Beinahe hätte das Gremium den niederländischen Host-Provider DataWeb Global Group aufgefordert, die Inhalte seines in Zypern registrierten Kunden xHamster vom Netz zu nehmen. Bei xHamster handelt es sich um eines der weltweit reichweitenstärksten Porno-Portale.

Laut den Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages müssen Pornoanbieter im Netz durch eine effektive Altersüberprüfung sicherstellen, dass Minderjährige nicht auf ihre Angebote zugreifen können. Die KJM beanstandete, dass xHamster ihrer Ansicht nach nicht über eine solche Altersverifikation verfügt. Doch das Portal reagierte auf die Anschreiben der Deutschen nicht. Deshalb wollen die Medienkontrolleure es nun vom Netz nehmen. Dass dies nicht bereits am Mittwoch beschlossen wurde, lag an einigen noch offenen rechtlichen Fragen. Kommende Woche soll dieser Schritt nachgeholt werden.

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