Berlin - In der deutschen Kleiderordnung wurde der blaue Pullover von Klaus Bednarz irgendwann zum Symbol einer neuen Lockerheit. Im Kontrast zur freundlichen, aber steifen Welt, die der „Tagesschau“-Sprecher Karl-Heinz Köpcke verkörperte, signalisierte Bednarz eine Trendwende zum Informellen. Dabei durfte man sich von den Bildern nicht täuschen lassen. Den Anschein jovialer Lockerheit zerstreute Bednarz mit dem scharfen Instrument politischer Aufklärung. Das ARD-Magazin „Monitor“, das er fast zwei Jahrzehnte verantwortete, wollte nicht nett sein, sondern nachhaken, hinterfragen, unbequem sein. Haltungen und Attribute, die heute zur stereotypen Selbstbeschreibung journalistischer Arbeit gehören, es aber immer schwerer haben, sich im Kampf um die begrenzte Aufmerksamkeit zu behaupten.

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