Berlin - „Eine Drehung um 180 Grad – aber keine Entschuldigung!“ Empört wenden sich die Gymnasiasten aus dem sächsischen Werdau im Oktober 1990 an das TV-Team vom Hessischen Rundfunk. Dass ihr Direktor, der sie im Staatsbürgerkundeunterricht indoktriniert hatte, nun ungerührt mit bundesdeutschen Fahnen die deutsche Einheit in der Schulaula zelebriert, das macht sie wütend.

Dreißig Jahre später treten sie wieder vor eine Kamera und blicken zurück. Die vom RBB verantwortete ARD-Doku „Umgewendet“ widmet sich der Kehrtwende im Bildungssystem der Noch-DDR. 2,4 Millionen Schüler erlebten damals, wie sich Lehrer verabschiedeten, sich wendeten oder ungerührt weitermachten. 80 Prozent der Lehrer blieben im Schulsystem – so viele wie in keiner anderen staatlichen Institution.

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