Lässt sich das Leiden der Menschen an und in der Geschichte auf eine einzige Ursache zurückführen? Genau das tut der Regisseur Raoul Peck in dem kürzlich von Arte ausgestrahlten Film „Rottet die Bestien aus“, der tausend Jahre Geschichte, von den Kreuzzügen bis zum Afghanistan-Krieg, monokausal auf eine Ursache namens Kolonialismus, sprich: Rassismus reduziert. Stellvertretend für andere böse weiße Männer stolpert ein an einen Italowestern erinnernder Schurke durch die Sequenzen der vierstündigen Dokumentation und knallt dunkelhäutige Personen, die ihm begegnen, gnadenlos ab nach der Devise: Leichen pflastern seinen Weg. Ein Wiedergänger des Kongo-Despoten Kurtz in Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ oder des „Kolonialpioniers“ Carl Peters, der seine afrikanische Konkubine und den „Boy“, der sie schwängerte, aufhängen ließ als Richter und Henker in einer Person.

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