Berlin - Im grotesken Roman und im Stummfilm hatte der Antisemitismus noch ein Happy End. Erst macht die Regierung von Utopia die Juden für ihre wirtschaftliche Misere verantwortlich und weist sie nach Zion aus. Doch der Verlust der Fachleute und der Wirtschaftsboykott des Auslands machen die Lage noch schlimmer – die Regierung ruft die Juden reumütig zurück und entschuldigt sich.

Der Roman „Die Stadt ohne Juden“ und die Verfilmung stammen aus den frühen 20er-Jahren und führen anschaulich vor, dass der Judenhass schon weit vor der Machtergreifung der Nazis ein Thema in den Medien war, was Folgen für die Künstler hatte. Hugo Bettauer, Autor der Groteske, wurde 1925 von einem Nazi erschossen, die Kinovorführungen von NSDAP-Leuten gestört.

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