BerlinDas Jahr beginnt mit Friedrich Dürrenmatt ein bisschen überpünktlich. Das erste Blatt des Aufbau-Literaturkalenders gilt nur für die ersten drei Tage. Der Schweizer Dramatiker aber wurde am 5. Januar 1921 geboren. Es ist ein schönes Foto, das ihn im Einverständnis mit seinem weißen Kakadu Lulu zeigt (den Namen haben die Kalendermacher allerdings vergessen hinzuzufügen). Bei ihm wie bei (fast) allen anderen Porträtierten enthält der Klassiker unter den Literaturkalendern eine kurze Werkeinführung und ein Zitat.

Bei Katja Lange-Müller ist es ein Auszug aus ihrem ersten Erzählungsband „Wehleid im Leben“,  1986 erschienen, die Kurzgeschichte: „Das kleinere Glück“. Ein sehr kleines Kind hampelt, vom Vater kaum zu bändigen, in der S-Bahn herum. „Alle in dem dicht besetzten Abteil schauen dem Sehrkleinen zu. Die Züge sind ihnen entglitten, in so etwas wie Lächeln, so etwas wie Glück schwebt hoch über ihren Köpfen, leise weinend, wie ein sehr fernes Glöckchen.“

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