Berlin - Der Bundesverband Schauspiel findet in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten harte Worte für die am Mittwochabend beschlossenen Eindämmungsmaßnahmen, nach denen viele Kultureinrichtungen ab nächstem Montag bis Ende November nicht öffnen dürfen: „Theater zu schließen, obwohl sie derzeit kein Risiko darstellen, ist weder sinn- noch maßvoll. Gerade kleinere und nicht öffentlich geförderte Häuser werden diesen erneuten und vollkommen unnötigen Schlag vor den Bug nicht überleben. Und mit ihnen werden viele Schauspieler*innen ihren Beruf aufgeben müssen. Ein kultureller Kahlschlag ohne Beispiel wird die Folge sein.“ Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters und Präsident des Bühnenvereins zeigt sich einsichtiger für die Logik des Lockdowns. Aber auch er protestiert gegen den niedrigen Stellenwert, den die Kultur in den Augen der Politik einnimmt, und fordert die Einbeziehung des Bundestags in den Kampf gegen die Pandemie.

Berliner Zeitung: Herr Khuon, haben Sie geflucht, als gestern vom Bund und den Ministerpräsidenten die Beschlüsse zur Beschränkung der Pandemie gefasst wurden, als Sie gehört haben, dass die Theater schließen müssen?

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