Schauspielerin Ulrike Folkerts: „Sie hat eine unglaubliche Kanzlerschaft hingelegt.“
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Ulrike Folkerts (59) überschlägt sich vor Begeisterung, die Schauspielerin kann nicht länger an sich halt und lässt den folgenden Lobpreis über unsere Bundeskanzlerin los: „Ich bin sehr stolz auf sie, und ich wünsche ihr einen guten Abgang.“ Wobei es nach Folkerts wohl gern auch noch weiter mit Angela Merkel (65, CDU) gehen könnte: „Sie hat eine unglaubliche Kanzlerschaft hingelegt. Sie musste so viele Krisen bewältigt. Erst kam die Bankenkrise, dann die Flüchtlingskrise und kurz vor ihrem großartigen Ende, wo sie einfach hätte gehen und sich auf die Schultern klopfen könnte, musste sie auch noch die Corona-Krise bewältigen.“

In all diesen Krisen habe sich Merkel bewährt und sehr gute Arbeit geleistet. „Sie war immer handfest, ich konnte ihr gut zuhören“, findet Folkerts. Vielleicht habe Merkel nicht immer alles hundertprozentig richtig gemacht, „aber ich finde es beeindruckend, wie sie versucht hat, die Bevölkerung mit einzubeziehen und jeden Einzelnen zur Mitverantwortung zu bringen“, fügte die Fernseh-Kommissarin hinzu. „Das hat schon was muttimäßiges, aber das braucht man ja auch in Krisenzeiten.“ Womit Folkerts der Mütterlichkeit als politischem Prinzip noch einmal sehr nachdrücklich alle Ehre gegeben hätte.

Charlize Theron (44) hat eine großartige Mutter. Das jedenfalls sagt die Schauspielerin selbst und nennt wirklich einen guten Grund: „Ich bin mit einer Mutter aufgewachsen, die Chuck Norris und Charles Bronson liebte, zusammen haben wir viele dieser Filme gesehen.“ Das Faible für Action-Filme hat Spuren hinterlassen, wie man heute weiß: Die Oscar-Preisträgerin spielte in ihrer späteren Karriere immer wieder in größeren Blockbustern, gern auch in robusten Action-Rollen – erinnert sei nur an ihre jüngsten Auftritte in den Testosteron-Werken „Mad Max: Fury Road“ (2015) oder „Fast & Furios 8“ (2017).

In ihrem neusten Film „The Old Guard“ – ab 10. Juli bei Netflix – schießprügelt sich Charlize Theron durch etliche Abenteuer.

Video: Youtube/Netflix

„Ich mochte solche Filme schon immer“, sagt Theron, „nur gab es anfangs keine Angebote. Es war ein langsamer Vorgang.“ Viele Leute meinten, dass Frauen dieses Genre nicht mögen, aber das sei ein „großer Irrglaube“, ist die Künstlerin überzeugt. Und als Mutter zweier Kinder hat sie offenkundig das Erbe ihre Mutter weitergegeben: „Meine Kinder lieben alles, was Action ist.“ Allerdings, beschwichtigt Theron, „versuche ich ihnen viele Möglichkeiten zu bieten. Ob Martial Arts, Ballett, oder Musikunterricht. Meine kleine August ist von Natur aus eine sehr gute Ballerina. Und Jackson liebt es, Geige zu spielen.“

Kanye West (43) ist derzeit auch mit viel Action unterwegs – seit der Rapper angekündigt hat, für das Amt des US-Präsidenten zu kandidieren. Die Idee für diesen Stunt sei ihm im Bad gekommen, verriet der Mann jetzt dem Forbes-Magazin: „Ich stand unter der Dusche und habe nachgedacht, ich schreibe ja Raps unter der Dusche. Da hat es mich umgehauen zu sagen: ,Du wirst als Präsident kandidieren‘ und ich habe angefangen, hysterisch zu lachen.“ Seine beiden wichtigsten Berater seien seine Frau Kim Kardashian-West (39) und der Tesla-Gründer Elon Musk (49). „Ich habe ihm angeboten, der Kopf unseres Raumfahrtprogramms zu werden.“

Und dann geht es richtig los: Sein Slogan werde „YES!“ („JA“) lauten, seine Vizepräsidentin sei Michelle Tidball (57), eine umstrittene Predigerin, und seine Partei nenne er „Birthday Party“, denn „wenn wir gewinnen“, so West, „ist das ein Geburtstag für jeden“. Gemeint ist nicht nur die Geburtstagsfeier, sondern die Feier seiner Geburt: „Wir werden sehen, ob die Ernennung 2020 oder 2024 erfolgt – denn Gott ernennt den Präsidenten. Wenn ich 2020 gewinne, dann war es Gottes Ernennung.“ Die Frage, ob er denn nun wirklich antreten werde, beantwortete West nicht, versicherte aber seine ernsten Absichten.

Bonus-Material: In dem Interview fand West ansonsten viele lobende Worte für Donald Trump (74). Seit Jahren habe es in den USA keinen Präsidenten mehr gegeben, bei dem Gott so sehr Teil des Gesprächs sein könne. Außerdem sei Trump „etwas Besonderes“, während dessen Herausforderer Joe Biden (77) „nichts Besonders“ sei. Der Rapper warf den Demokraten und Biden sogar Rassismus vor. „Zu sagen, dass Schwarze die Demokraten wählen, ist eine Form des Rassismus und der Vorherrschaft der Weißen.“ In der Tat hatte der bei afroamerikanischen Wählern beliebte Biden im Mai für eine Kontroverse gesorgt, als er in einer Radiosendung sagte: „Wenn Sie ein Problem haben, sich zu entscheiden, ob Sie für mich oder Trump sind, dann sind Sie nicht schwarz.“ Der einstige Stellvertreter des ersten schwarzen US-Präsidenten Barack Obama entschuldigte sich später für seine „unglückliche“ Äußerung.