Ein Ausschnitt der Projektwoche „Umwelten“ im Literaturforum im Brecht-Haus
Quelle: LfB (Literaturforum im Brecht-Haus)

Berlin - In England und den USA ist das Schreiben über Natur schon lange ein eigenständiges literarisches Format, es heißt „Nature Writing“. Auf Deutsch gibt es dafür noch keinen vergleichbaren Begriff, aber durchaus lesenswerte Texte über Landschaften, Tiere und Pflanzen. In Zeiten massiven Artensterbens und von Umweltzerstörung werden sie immer wichtiger. Denn nur was Menschen wahrnehmen und benennen, können sie auch wertschätzen und schützten. Judith Schalansky, Schriftstellerin und Herausgeberin der Reihe „Naturkunden“ bei Matthes & Seitz, sagte es bei der „Umwelten“-Woche des Literaturforums im Brecht-Haus so: „Schreiben über Natur ist absolut politisch.“

Sie saß am Montagabend neben Daniela Danz, die gerade den Gedichtband „Wildniß“ veröffentlicht hat und für ihr Schreiben 2019 den „Deutschen Preis für Nature Writing“ erhielt. Der dritte in der Runde war Björn Kern. Er schreibt Romane und Sachbücher, sein neuestes „Im Freien. Abenteuer vor der Tür“ berichtet und reflektiert, was er im Oderbruch erlebt. Die drei demonstrierten und besprachen, unterstützt von Moderator Frank Meyer, wie unterschiedlich „Nature Writing“ daherkommen kann: etwa als sachlich-exakte Archivierung einer Landschaft wie bei Judith Schalansky, die aus ihrem „Verzeichnis einiger Verluste“ las.

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