Diesen Pospiech muss man einfach gern haben. „Ohne Film gäb’s gar keine Realität“, sagt er, „weil die wird nur im Film bewiesen!“ Das ist so schlau und so saublöd, dass es nur von Gerhard Polt stammen kann. Das bayerische Universalgenie spielt den abgebrannten Amateurfilmer Hans A. Pospiech, und er tut das mit einer pospiechschen Naivität und poltschen Hinterlist, dass es einem immer wieder die Schuhe auszieht. Dieses Doppelsinnige ist ja die ganze Krux seines Kabaretts und auch seiner Filme, doch diesmal kreisen die krausen Gedanken tatsächlich um nichts als Film. Wenn man etwas so erzähle, dass es wahrscheinlich ist, geht es weiter, sei „die Wirklichkeit eh nur noch ein Fragezeichen“. Verstanden? Pospiech, dieser Schelm im Narrengewand, versteht wahrscheinlich gar nichts vom Film, aber er weiß besser als jeder andere, worum es geht.

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