Endlich ist Britney Spears, 40, auf der Zielgeraden. Endlich kann sie ein neues Leben beginnen: Neun Monate nach ihrer Verlobung hat die Sängerin den Fitnesstrainer Sam Asghari, 28, geheiratet.

Die Trauung fand am Donnerstag (Ortszeit) auf dem Anwesen des Popstars im kalifornischen Thousand Oaks statt. Eine vergleichsweise bescheidene, geradezu intime Veranstaltung: Laut dem Promiportal People.com nahmen rund 60 Gäste an der Zeremonie teil, darunter allerdings etliche Celebritys, gewissermaßen Britneys beste Freundinnen – Sängerin Madonna, Schauspielerin Drew Barrymore, Reality-Star Paris Hilton, Modeschöpferin Donatella Versace … Das Defilee der Schönen und Reichen und sonstwie Wichtigen umgab die Sause mit der hinreichenden Bedeutung.

Unter Glamourgesichtspunkten war die Hochzeit also ein durchaus erwähnenswertes Ereignis. Doch eigentlich ging es um viel mehr, nämlich den vorläufigen Höhepunkt einer Emanzipationsgeschichte, so wie sie Spears immer wieder erzählt hat: Nach über einem Jahrzehnt des Martyriums, also nach der Entmündigung 2008 und der sich anschließenden Ausbeutung der Multimillionärin durch ihren Vormund, den eigenen Vater, nach all den großflächig in den sozialen Medien ausgestreuten Vorwürfen gegen die Mutter und die Schwester, nach mehreren unendlich zähen, windungsreichen Gerichtsverfahren um die Befreiung aus dem Familiengefängnis, erweist sich die Heirat vor allem als symbolischer Akt – für die wiedererlangte Selbstbestimmung.

Britney Spears und der Kampf um Selbstbestimmung

Das #FreeBritney war Motto und Mission der letzten Jahre. Und immer noch wird ihr die Freiheit streitig gemacht. Wie ein Zwischenfall vor Beginn der Hochzeitsfeier zeigt. Dort tauchte nämlich Jason Alexander auf: 2004 war sie mit dem Jugendfreund verheiratet, allerdings nur für 55 Stunden – die in Las Vegas aus einer Launer heraus geschlossene Ehe wurde postwendend annulliert.

Nun also versuchte sich ein pöbelnder Jason Alexander als Hochzeitscrasher, wie TMZ.com berichtet: „Wo ist Britney? Ich bin eingeladen. Ich bin ihr erster und einziger Ehemann“, soll der Mann gerufen haben, bevor er von Wachmännern überwältig und der Polizei übergeben wurde.

Spears zweiter Ehemann Kevin Federline, 44, mit dem sie zwei Söhne hat, Sean Preston, 16, und Jayden James, 15, war gar nicht erst gekommen. Das Paar hatte sich 2007 getrennt, es folgten abgebrochene Aufenthalte in Entzugskliniken und psychische Zusammenbrüche.

Ab 2008 stand die Sängerin dann unter der Vormundschaft ihres Vaters. Der Beginn des Martyriums … Erst im vergangenen Jahr konnte Spears ihre Freiheit vor Gericht zurückerkämpfen, unterstützt von Fans und vor allem auch von Promis, die die „Free Britney“-Bewegung ins Rollen gebracht hatten und die nun in Thousand Oaks zu den geladenen Gästen gehörten.

Damit schließt sich der Kreis. Bleibt die Hoffnung, dass sich Britney Spears wieder auf ihre Kunst konzentrieren kann und also ihre Leidensgeschichte ein gutes Ende gefunden hat. Mit etwas Glück wird auch ihre Daueranwesenheit in den sozialen Medien ein Ende finden und sie uns mit dem überkreischigen Ich-bin-noch-da-Getöse verschonen. Das mag für ihren Befreiungskampf wichtig gewesen sein, aber der ist nun erst einmal gewonnen – wenn sich ihr Fitnesstrainer nicht als Fehlgriff erweist. Möge also endlich Ruhe einkehren. Bloß keinen Britney-Trash mehr!