Berlin - Am vergangenen Montag stimmten Israel und seine Schutzmacht USA sowie, neben elf anderen Staaten, auch Deutschland gegen die Aufnahme Palästinas in die Weltkulturorganisation Unesco. Die Hauptargumente: Palästina sei kein richtiger Staat und eine Aufnahme zum jetzigen Zeitpunkt störe die Friedensverhandlungen mit Israel. Auch sei der Antrag Palästinas zur Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen noch nicht bewilligt, erst danach könne über die in ihren Organisationen entschieden werden.

107 Staaten, darunter Frankreich und Norwegen – seit den Oslo-Verhandlungen ein wichtiger Vermittler im Nahen Osten –, stimmten dem Antrag Palästinas zu. Fünfzig Staaten, darunter Großbritannien, enthielten sich. Nun wird debattiert darüber, dass Europa sich uneins sei wie selten. Kaum gesehen wird aber die historische Amnesie hinter den jeweiligen Entscheidungen.

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