Es gibt Kulturerbe, das in Stein gehauen oder den Fels gemeisselt ist. Kulturerbe, wie etwa die Berliner Museumsinsel oder der Kölner Dom. Und dann gibt es immaterielles Kulturgut, das die Unesco ebenfalls würdigt – darunter auch Vieles, was man auf den ersten Blick vielleicht nicht erwarten würde. Zu den aktuellen Neuzugängen gehört: die Falknerei in Deutschland. Und: die Genossenschaftsidee.
Insgesamt umfasst die Liste, die die Vielfalt des immateriellen Kulturerbes weltweit abbilden soll, nun 353 Kulturformen.

Fünf weitere erstaunliche Beispiel:

Das gastronomische Mahl der Franzosen (2010)

Die französische Art zu speisen – Auswahl, Tischgestaltung, Gemeinschaft – steht seit 2010 auf der Liste des immateriellen Weltkulturerbes.

Krabbenfischen auf Pferden in Belgien

In Oostduinkerke fangen Garnelenfischer mit ihren Pferden Krabben. Sie ziehen auf dem Pferd sitzend ein Netz durch die Brandung.

Die Zubereitung von Kimchi


Kimchi ist unverzichtbarer Bestandteil koreanischer Mahlzeiten: Es ist ein Gemüse, das mit Gewürzen und Meerestieren eingemacht und fermentiert wird. In vielen südkoreanischen Gemeinden werden gemeinsam große Mengen Kimchi eingemacht und untereinander aufgeteilt, damit jeder Haushalt ausreichend Kimchi für den Winter hat. Auch nordkoreanisches Kimchi ist übrigens immaterielles Kulturerbe.

Fado aus Portugal

Der melancholische portugiesische Musikstil Fado steht seit 2011 auf der Liste des immateriellen Kulturerbes.

Das mongolische Knöchel-Schießen

In der Mongolei werden Knochen verstorbenen Haus- und Nutztiere verehrt und für religiöse Riten und Spiele benutzt wie etwa das Knöchel-Schießen.