Wandmosaik von Walter Womacka am Haus des Lehrers in Berlin (Ausschnitt).

Foto: Berliner Zeitung/Carsten Koall

BerlinNoch keine Erwähnung fanden in dieser Serie über die Schulzeit in Ost-Berlin die leider seltenen, dafür umso glamouröseren Auftritte von Frau Hahn, die bei uns nur ab und zu den Unterricht übernahm, wenn die zuständige Lehrkraft krank war. Frau Hahn gab Russisch. Glaube ich. Oder Geografie. Oder war es Mathe? Egal, das spielte keine Rolle.

Also folgende Situation: Die Klasse befindet sich im Raum, es klingelt zur Stunde, und der Lehrer oder die Lehrerin ist noch nicht da. In solchen Momenten scheidet sich die Klasse in zwei Lager. Die einen meinen, in einem solchen Fall solle man sich umgehend auf den Hof begeben, um Fußball zu spielen. Die anderen rieten zum stillen Verharren am Platz, damit das Fehlen der Lehrkraft nicht bemerkt werde. Die Diskussion wurde erbittert und lautstark geführt, auf dass der Lehrer vom Nachbarraum den Kopf reinsteckte, existenzschädigende Strafen androhte und sich um eine Vertretung kümmerte.

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