Der Schauspieler Edgar Selge läuft vom Hamburger Hauptbahnhof zum Deutschen Schauspielhaus und repetiert unterwegs Kernsätze aus dem Stück, das er gleich spielen wird, etwa diesen: „Der Gipfel des menschlichen Glücks besteht in der absoluten Unterwerfung.“

Auf den Straßen toben Straßenschlachten zwischen Polizei und schwarz gekleideten Demonstranten, kurz vorm Theater wird ihm von einem arabisch anmutenden „Antänzer“ die Brieftasche geklaut. Manches ist inszeniert, manches real: Als klar wurde, dass die TV-Aufzeichnung von Selges „Unterwerfung“-Monolog nur am Wochenende der G-20-Tagung möglich war, fing das Filmteam die gewalttätigen Bilder ein und baute sie in ihre Rahmenhandlung ein. Ein „Staatsschützer“ (Michael Wittenborn) will in den politisch brisanten Zeiten die Aufführung schützen – wie auch den im Theater erwarteten Autor Michel Houellebeqc, der schon mehrfach Morddrohungen erhalten hatte.

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