Künstler dürfen das, Künstler müssen das: Sich für das Urheberrecht als ein Geschäftsmodell einsetzen, das ihr Einkommen sichert. Autoren wie Daniel Kehlman, Felicitas Hoppe, Roger Willemsem oder Charlotte Roche haben das jetzt in der Wochenzeitung Die Zeit getan. Eine erstaunliche Initiative; der Berliner Literaturagent Michael Landwehr hat mittlerweile über 1000 Unterzeichner für den Appell „Wir sind die Urheber!“ versammelt (www.wir-sind-die-urheber.de). Mit „Sorge und Unverständnis“, heißt es dort, „verfolgen wir die öffentlichen Angriffe gegen das Urheberrecht“.
Gemeint dürfte die Piratenpartei und ihre mitunter frivole Position zum Urheberrecht sein. Der Erfolg dieser Partei hat etwas allgemeiner zu Bewusstsein gebracht, dass mit dem Urheberecht im digitalen Zeitalter etwas falsch läuft. Der Vollständigkeit halber sei allerdings erwähnt, dass die Piraten nur aufs politische Tapet brachten, was längst gesellschaftliche Praxis ist. Dagegen macht die Initiative nun mobil: Sie sieht die „historische Errungenschaft bürgerlicher Freiheit gegen feudale Abhängigkeit“ und „die materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen“ in Gefahr, sollte das Urheberrecht verschwinden.

Sicherheit und Gehorsam

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