Bilderrahmen haben, isoliert betrachtet, etwas Unfertiges an sich. Und dennoch sind sie seit der Renaissance aus der Kunst kaum wegzudenken. Wie wichtig der Rahmen für das Gerahmte ist, bemerkte seinerzeit auch der einflussreiche französische Kurator Germain Bazin. Als während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Gemälde aus dem Louvre evakuiert wurden, um sie vor den Nazis zu retten, blieben dort nur Räume voller leerer Rechtecke übrig. „Kaufen Sie Rahmen!“, schrieb Bazin seiner Kollegin Christiane Aulanier im Juni 1944: „Morgen werden die Amerikaner die wenigen, die die Deutschen übrig lassen, wegräumen.“

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