Zum Interview erscheint Uwe Kockisch mit einer Sonnenbrille, was natürlich sehr cool aussieht, in einem Besprechungsraum der Ufa aber nicht zwingend notwendig wäre. Das ist der erste Eindruck – und wie so oft täuscht er. Der Schauspieler hat sich kürzlich einer Augen-OP unterziehen müssen. Schonung hin oder her, bei der ersten Frage landet die Brille auf dem Tisch. Kockisch sucht Blickkontakt, anders könnte er die Fragen gar nicht beantworten. Sie werden ihm ohnehin oft zu persönlich. Er formuliert vorsichtig, spricht leise und vergewissert sich immer wieder seiner Worte. Besonders, wenn sich das Gespräch auf das Feld der Erinnerung begibt. Uwe Kockisch redet nicht gern über sich, und so meidet er Talkshows und geht auch dem roten Teppich aus dem Weg. Er ist kein Mensch, den es in die Öffentlichkeit zieht. Die großen Gesten sind ihm fremd, künstlerisch wie privat. Vor kurzem ist er 75 Jahre alt geworden; er hört es nicht ungern, dass man ihm das nicht ansieht.

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