Szene aus „Schwarzer Block“ mit Aram Tafreshian, Kinan Hmeidan und Yusuf Celik (v.l.).
Foto: Maifoto/Ute Langkafel

Berlin - Wenn man sich mit „Schwarzer Block“, dem Text von Kevin Rittberger, der am Sonnabend im Gorki-Theater zur Uraufführung kam, auseinandersetzen würde, fände man sicher einiges zu diskutieren. Zumindest das allgemeine Anliegen kann man nachvollziehen. Nämlich, dass man sich angesichts faschistoider Tendenzen, rechter Gewalt, diskriminierender Strukturen in seiner individuellen Ohnmacht nicht einrichten darf, sondern gemeinsam Widerstand leisten soll.

Aber hat die Gesellschaft seit der Weimarer Republik wirklich nicht dazugelernt, wenn es darum geht, die Gefahr von rechts zu erkennen und ihr zu begegnen? Und würde die Abschaffung des Staates in der gegenwärtigen Situation tatsächlich bei der Abschaffung von Ungerechtigkeiten helfen? Und ist es wünschenswert, dass ein Schwarzer Block Abwehrmaßnahmen gegen rechte Gewalt übernimmt, wenn die Polizei überfordert ist? Und ist gewaltloser Widerstand wirklich naiv? In dem Text, der selbst wie ein Block in Erscheinung tritt, sind solche Argumente zu finden – keine Ahnung, wie sie gemeint sind. Schon irgendwie ernst …

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