Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
Foto: Jörg Carstensen/dpa

Manuela Schwesig, 46, ist bekanntlich Politikerin, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und SPD-Landesvorsitzende. Bei Wikipedia findet man einen weiteren interessanten Hinweis: Als Jugendliche spielte Schwesig eine kleine Nebenrolle als Rivalin der Hauptfigur im Defa-Jugendfilm „Verbotene Liebe“ von Helmut Dziuba. Der 90-minütige Spielfilm entstand 1989 in der DDR und feierte im April 1990 seine Premiere. Die im brandenburgischen Seelow aufgewachsene Schwesig spielte damals noch unter ihrem Mädchennamen Manuela Frenzel mit.

Die SPD Mecklenburg-Vorpommern postete jetzt auf Twitter einen kleinen Ausschnitt aus dem Film, der in den Defa-Studios in Babelsberg gedreht wurde. Schwesig spielte damals unter anderem an der Seite von Gudrun Ritter, die 2010 die Hauptrolle in Matti Geschonnecks Ost-Berlin-Film „Boxhagener Platz“ übernahm.

In „Verbotene Liebe“ geht es um den 18-jährigen Oberschüler Georg, der wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen vor Gericht steht. Die 13-jährige Barbara und er kennen sich von Kindheit an. Sie sind als Nachbarn zusammen aufgewachsen. Die Elternhäuser sind miteinander verfeindet, die Kinder lieben sich. Für Barbaras Vater ist das Verhältnis der beiden ein willkommener Anlass, gegen den Nachbarn vorzugehen.

Der Prozess ist nicht zu verhindern, der Paragraph 148 ist eindeutig, Gefühle berücksichtigt er nicht. Überall, vor allem in der Schule, kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen. Georg und Barbara bekennen sich zu ihrer Liebe und die Schüler solidarisieren sich mit Georg. Die Lehrerin Laube (Ritter) stellt sich – im Gegensatz zum dogmatischen Direktor – auf die Seite der jungen Leute.

Trailer zum Film.

Video: YouTube

Im Interview mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ) sagte Schwesig über die jetzige Entdeckung ihrer frühen Schauspieltätigkeit: „Ich wusste gar nicht, dass das so eine Überraschung ist.“ Sie habe den Film ewig nicht mehr gesehen. „Verbotene Liebe“ basiert auf der Erzählung „Der Sündenfall“ von Helmut H. Schulz. Weitere Darsteller sind unter anderem Heide Kipp, Peter Sodann, Rolf Dietrich und Bärbel Röhl.

Laut SHZ wurde Schwesig 1989 in Frankfurt/Oder als Schülerin für die Romeo-und-Julia-Geschichte gecastet. Lange habe es gebraucht, bis der Dreh des gesellschaftskritischen Filmes in der DDR zugelassen wurde.

Veronica Ferres, 55, hält zum Oktoberfestwochenende ohne Oktoberfest die Erinnerung an das weltgrößte Volksfest hoch. Auf Facebook postete die Schauspielerin und passionierte Wiesn-Gängerin ein paar Fotos von sich im Dirndl aus den vergangenen Jahren. „Heute wäre Wiesn-Start gewesen! Normalerweis ein Muss in meinem Kalender, dieses Jahr bleibt nur ein Blick in meine Fotos“, schrieb Ferres dazu.

Es sei aber gut, „dass wir dieses Jahr nicht auf den Tischen tanzen können. Wir sind in einer nie dagewesenen Situation, da müssen wir nicht unserer Maß Bier nachtrauern. Die schmeckt auch beim nächsten Mal gut. “

Veronica Ferres und ihr Mann Carsten Maschmeyer 2017 im Käferzelt auf dem Oktoberfest.
Foto: Felix Hörhager/dpa

Auch ohne richtige Wiesn waren am Sonnabend viele Menschen in Tracht nach München gekommen. Vielerorts waren die Biergärten voll, mancher bekam keinen Platz oder musste warten: Überfüllung, fast wie auf der Wiesn. Schließlich herrschte bestes Wetter, coronabedingt waren aber die Plätze in den Wirtshäusern reduziert.

Es habe entspannte, gute Stimmung geherrscht, aber keine ausufernde Partylaune, hieß es. Die Gäste hätten sich an die Hygieneregeln gehalten und friedlich gefeiert, sagte der Sprecher der Innenstadtwirte Gregor Lemke. Er und seine Kollegen laden während der Wiesnzeit zur Ersatzveranstaltung Wirtshaus-Wiesn, bei der am Sonnabend auch ohne großen Rahmen vielerorts ein Fass Wiesnbier angestochen wurde.

Queen Elizabeth II., 94, hat dem verurteilten Vergewaltiger und früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein den Ritterorden aberkannt. Das geht aus einem in London veröffentlichten Gesetzesblatt hervor. Die Auszeichnung war Weinstein im Jahr 2004 wegen seiner Verdienste um die britische Filmindustrie verliehen worden. Das Liebesdrama „Der englische Patient“ des britischen Regisseurs Anthony Minghella aus dem Jahr 1996 zählte zu den erfolgreichsten Filmen vom Produktionsunternehmen Miramax und den Weinstein-Brüdern.

Im Oktober 2017 waren Vorwürfe gegen den heute 68-Jährigen bekannt geworden, die die MeToo-Bewegung ins Rollen brachten. Mehrere Frauen warfen ihm sexuelle Belästigung vor. Im März dieses Jahres wurde Weinstein wegen Vergewaltigung zu 23 Jahren Haft verurteilt.

Die britische Königin weilt derzeit im Urlaub auf der Wood Farm im Osten Englands. Das abgelegene Domizil ist in Zeiten der Corona-Pandemie der ideale Rückzugsort für sie und ihren 99-jährigen Mann Prinz Philip. Britische Medien werteten das als Zeichen, dass die 94-Jährige von der Pandemie mitgenommen sein müsse. Die Queen sei auf der Wood Farm viel häufiger als öffentlich bekannt, berichtete kürzlich der Telegraph.

Aber auch auf der Farm nahe des Dorfes Wolverton, die lange Zeit von der Königsfamilie verpachtet worden war, geht die Queen ihrer Arbeit nach. Täglich öffnet die Monarchin den roten Aktenkoffer, in dem wichtige Papiere der Regierung aufbewahrt werden. Mit Premierminister Boris Johnson telefoniert sie wöchentlich. Im Oktober soll sie wieder im Schloss Windsor in der Nähe von London sein und den Buckingham-Palast für ausgewählte royale Termine nutzen, wie ein Sprecher ankündigte.