Ein Mädchen namens Kerze sucht einen Hund namens Power (Symbolbild).
Ein Mädchen namens Kerze sucht einen Hund namens Power (Symbolbild).
Foto: Imago

Berlin - Ähnlich beinhart, wie es die Heldin ihrer Geschichte mit ihrer Mission handhabt, zieht die Schriftstellerin Verena Güntner den Roman „Power“ durch. „Power“ ist der etwas inadäquate Name für den kleinen Hund von Frau Hitschke, der verschwunden ist. Aber die Kraft, Macht, Energie, um die es in „Power“ geht, ist nicht klein. Sie ist archaisch und von unerwarteter Gewalt, nämlich nicht das Kinderspiel, als das das alles zunächst erscheinen mag. Nicht klein, sondern ausgesprochen kraftvoll ist auch der Erzählton, den Güntner anschlägt – schlicht, groß, zuweilen biblisch groß, aber nicht pathetisch, jedenfalls nicht pathetischer als so: „Und es werden noch mehr werden in den nächsten Tagen, es werden sich weitere Kinder der Suche nach Power anschließen, am Ende wird keines übrig bleiben, kein Kind. Und die Häuser der Familien werden leergefischt, die Kinderzimmer ausgetrocknet sein, auch wenn Kerze in diesem Moment noch nichts davon weiß.“ 

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