BerlinEs dauerte nicht einmal zwei Jahre, bis Erich Kästners 1929 erschienener Kinderkrimi „Emil und die Detektive“ auch im Kino für Furore sorgte. Der Regisseur Gerhard Lamprecht nutzte den Roman als Vorlage für einen der erfolgreichsten frühen deutschen Tonfilme – und zugleich einen Berlin-Film par excellence: die Metropole als Abenteuerspielplatz, die wilde Jagd aufgeweckter Kinder nach einem Dieb als Melange aus Spannung, Spaß und ein bisschen moralischer Ertüchtigung.

Später wurde das Buch noch mehrfach für die Leinwand adaptiert, in Großbritannien und Argentinien, in den USA und sogar in Japan. 1954 nahm sich auch Kurt Ulrich, Chef der West-Berliner Filmgesellschaft Berolina, des Bestsellers an. Seine von Robert A. Stemmle inszenierte Version geriet über den Familienfilm hinaus zu einem bleibenden Dokument der Adenauer- und Wirtschaftswunder-Ära.

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