Alec Baldwin, 62, hat sich von Twitter zurückgezogen und dabei die aktuelle Stimmung in den USA kritisiert. Den Rückzug von dem seiner Meinung nach asozialen Netzwerk verkündete der Schauspieler auf einem anderen (a-)sozialen Netzwerk, nämlich auf Instagram, und zwar in einem Video: „Ich habe heute meinen Twitter-Account deaktiviert“, sagt er da, „denn Twitter ist ein Ort, den all die Arschlöcher in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus aufsuchen.“

Diesen wie auch immer kulturkritischen Befund bezieht Baldwin auf die Gesamtlage und vermeldet: „Die USA ist gerade so ein verklemmter, angespannter Ort und so ein unangenehmer Ort.“ Zum Beweis führt er an, dass es ihm nicht mehr möglich sei, ironisch zu sein und Witze zu reißen, ohne dafür gleich abgestraft zu werden; das gelte für Twitter und die sonstige Öffentlichkeit. Das klingt etwas allgemein. Dabei dürfte Baldwin triftigen Anlass haben.

Alec Baldwin: „Halt verdammt noch mal den Mund“

Der Hintergrund zur Twitter-Kündigung, er ist vielgestaltig. Zum einen hatte sich vor Monaten eine heftige Online-Diskussion darüber entzündet, dass Baldwins Ehefrau Hilaria in Interviews mal mit und mal ohne spanischen Akzent sprechen würde. Die 37-Jährige musste sich daraufhin gegen den Vorwurf wehren, eine spanische Herkunft vorgetäuscht zu haben. Ihr Gatte mischte sich ebenfalls in die Diskussion ein und fing sich dafür einen Shitstorm ein.

Und dann gibt es da vielleicht noch ein ganz anderes, sehr viel delikateres Thema. Baldwin und seine Frau hatten kürzlich ein Foto auf Instagram veröffentlicht, auf dem neben den fünf bisherigen gemeinsamen Kindern noch ein weiterer Säugling zu sehen war. Die Tatsache, dass das Paar bereits im September die Geburt des Sohnes Eduardo Pau Lucas verkündet hatte, machte daraufhin nicht nur die Klatschpresse stutzig. Und so kam es zu etlichen Anfragen bei den Baldwins.

Das wiederum wurde Alec Baldwin irgendwann zu viel. Als ihn jemand bei Instagram aufforderte, er solle es doch „einfach sagen“, wenn das Kind durch Leihmutterschaft oder eine Affäre entstanden sei, polterte er zurück: „Halt verdammt noch mal den Mund und kümmer dich um deinen Kram.“ Seine Frau hatte Kommentare unter ihren Instagram-Beiträgen erst gar nicht zugelassen. Nicht nur Twitter also, sondern auch Instagram hält die Baldwins mächtig in Atem. 

Soziale Netzwerke können ganz schön anstrengend sein. Aber gleich alle zu kündigen, kommt auch wieder nicht infrage. Hilaria Baldwin teilte inzwischen auf Instagram noch ein Foto und gab den Namen, das Geschlecht und den Verwandtschaftsgrad des ominösen Neugeborenen preis: „Wir lieben unsere Tochter Lucia so sehr. Genau wie deine Brüder und Schwestern bist du ein wahr gewordener Traum.“ Ihr Mann teilte das Bild zwar auch, fasste sich aber kürzer: „Gesegnet“, schrieb er dazu.