Angelina Jolie, 48, trennt sich von alten Sachen, die sie an ihren (Noch-) Ehemann Brad Pitt erinnern, und kommt richtig gut weg dabei. Jetzt hat die Schauspielerin ein Ölgemälde des britischen Premierministers und Hobbymalers Winston Churchill (1874–1965) versteigern lassen und damit alle Erwartungen übertroffen: Das Bild mit dem Titel „The Tower of the Koutoubia Mosque“ erzielte in London sieben Millionen Pfund (8,1 Millionen Euro), wie das Auktionshaus Christie‘s mitteilte. Ursprünglich war nur ein Erlös von 2,5 Millionen Pfund erwartet worden.

Churchill schenkte das Gemälde Franklin Roosevelt zum Geburtstag

„The Tower of the Koutoubia Mosque“ gilt laut Christie‘s als das wichtigste Gemälde von Churchill. Er hatte es bei einem Kriegsbesuch in der marokkanischen Stadt Marrakesch im Januar 1943 gemalt und später dem damaligen US-Präsidenten Franklin Roosevelt zum Geburtstag geschickt. Dessen Sohn Elliot erbte das Gemälde und verkaufte es 1950 an einen Kunstsammler in Nebraska. Danach wechselte das Werk noch zweimal den Besitzer, bis es 2011 ein unbekannter Käufer in New Orleans für 2,95 Millionen Dollar von dem Antiquitätenhändler M.S. Rau kaufte.

Dieser Unbekannte war offenbar Pitt. Weil das Bild ein Geschenk an Jolie war, muss sie den Erlös nicht mit ihm teilen. Das Ehepaar trennte sich 2016 nach zweijähriger Ehe, die Scheidung ist aber noch nicht abgeschlossen. Über den neuen Eigentümer wurden keine Angaben gemacht. Inklusive der obligatorischen Gebühren und Zuschläge musste der neue Besitzer jedenfalls knapp 8,3 Millionen Pfund (9,6 Millionen Euro) berappen.

Churchills Gemälde kostet ihn das Dreifache dessen, was Pitt seinerzeit bezahlte. Ob das Bild auch seiner kunsthistorischen Bedeutung nach einen solchen Preis verdient, ist eine andere Frage.