Britney Spears, 39, hatte sich mit ihrem leidenschaftlichen Auftritt vor Gericht viel vorgenommen. Zwei Wochen ist es nun her, dass sie bei der Anhörung in Los Angeles die Richterin Brenda Penny davon überzeugen wollte, sie doch endlich aus der Vormundschaft des Vaters zu entlassen. Doch für die Sängerin reißen seitdem die Hiobsbotschaften nicht ab. Zuerst weigerte sich das Gericht, James Spears als Vormund abzulösen. Dann warf ihr langjähriger Manager Larry Rudolph hin. Und nun kündigte auch noch ihr Anwalt Samuel Ingham, der die Sängerin seit 2008 vertreten hatte.

Spears’ Aussagen verärgerten ihren Anwalt und ihren Manager

Der Jurist stellte am Dienstag den förmlichen Antrag an das Gericht, aus seiner Verpflichtung entlassen zu werden. Ingham war offiziell als Beistand für Britney Spears während der Vormundschaft bestellt worden und kann sich deshalb nicht ohne eine richterliche Zustimmung zurückziehen. Laut dem Promiportal TMZ.com sei er vor allem verärgert über die Behauptung Britneys bei der letzten Anhörung, sie habe nicht gewusst, einen Antrag auf Beendigung der Vormundschaft stellen zu können – er habe ihr im Laufe der letzten Jahre mehrfach, allerdings vergeblich dazu geraten.

Der Manager Larry Rudolph hatte seine Kündigung damit begründet, dass Spears nicht mehr als Sängerin auftreten wolle und deswegen keinen Manager mehr brauche. „Es ist über 2,5 Jahre her, dass Britney und ich uns das letzte Mal gesprochen haben und sie mir mitteilte, dass sie eine unbefristete Arbeitspause einlegen wollte“, steht in einem Brief von Rudolph an die Vormunde von Spears, ihren Vater James Spears und Jodi Montgomery. Das Schreiben wurde vom Branchenmagazin Deadline veröffentlicht, der Inhalt von mehreren US-Medien bestätigt.

Immerhin: Co-Vormund Jodi Montgomery will vorerst bleiben

Rudolph hatte seit Mitte der 1990er-Jahre für die Sängerin gearbeitet. Wie TMZ.com berichtet, soll seine Kündigung ebenfalls mit Spears’ Gerichtsstatement zu tun haben: Britney hatte ihn vor zwei Wochen beschuldigt, sie 2018 zu ihrer Europatournee gezwungen zu haben. Laut TMZ gebe es allerdings schriftliche Kommunikation wie etwa SMS-Nachrichten und E-Mails, in denen Spears ihren Manager „angebettelt“ haben soll, dass sie unbedingt auf Tour gehen will. Hat Spears auch in diesem Fall vor dem Gericht nicht Wahrheit gesagt?

Immerhin, Spears’ Co-Vormund Jodi Montgomery will vorerst bleiben. Ihre Anwältin Lauriann Wright verriet der Daily Mail: „Ms. Spears hat meine Mandantin gestern noch einmal gebeten, weiterhin als ihr temporärer Vormund zu agieren. Und Ms. Montgomery ist fest entschlossen, Ms. Spears’ Interessen weiterhin als Vormund zu vertreten.“ (mit dpa)