Berlin/Los Angeles - Die Nachricht ist kurz: „Macht euch keine Sorgen, Leute, ich mache nur eine kleine Pause von den sozialen Medien, um meine Verlobung zu feiern. Ich werde bald zurück sein“, schreibt US-Sängerin Britney Spears, 39, auf Twitter. Ihren Instagram-Account, der zuvor stets emsig bedient wurde, hat sie deaktiviert.

Fans wittern sogleich Fremdbestimmung: Das sei verdächtig, mutmaßen sie auf Twitter, ob das wirklich sie sei, die da schreibe? Eine Anhängerin sagt: „Wir kaufen das so nicht ab. Es ist ihr Team, das ihren Account gelöscht hat, weil ihnen dieser eine Beitrag nicht gefallen hat, den sie zur Vormundschaft gemacht hat. Und wer löscht seinen Account, wenn er eine Pause macht?“ Ein anderer Nutzer meint, ein Indiz gefunden zu haben, dass Britney nicht selbst getwittert hat: Der Tweet sei via Web App abgesendet worden – Spears aber hätte doch wohl ihr iPhone benutzt.

Es ist jedenfalls auffällig, dass kurz vor der vielleicht entscheidenden Anhörung zur Vormundschaft ihres Vaters am 29. September ihr wichtigstes Social-Media-Konto vom Netz genommen wird. Zuletzt hatte die Sängerin immer wieder auch verstörende Posts versendet, in denen sie etwa ihre Brüste zeigte oder kryptische Nachrichten hinterließ. Ob das im Gerichtsstreit, in dem es ja auch darum geht, ob sie wieder ein selbstbestimmtes Leben führen kann, so gut aussieht, ist fraglich.

Ihre Verlobung scheint nun zumindest ein Indiz dafür zu sein, dass die Sängerin persönliche Entscheidungen treffen kann – bei einer Anhörung im Juni hatte sie noch berichtet, dass man ihr durch die Vormundschaft eine Eheschließung und weitere Kinder verwehre. „Ich glaube wirklich, dass diese Vormundschaft missbräuchlich ist. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich ein erfülltes Leben führen kann“, erklärte Spears in der virtuellen Anhörung.

Vor einigen Tagen gab sie dann die Verlobung mit ihrem Freund Sam Asghari, 27, bekannt. In einem Video auf Instagram war zu sehen, wie sie den Tänzer und Fitnesstrainer auf die Wange küsst und stolz einen Ring präsentiert. Seine Frage, ob ihr der Diamantring gefalle, beantwortete sie mit „Ja“. Dazu schrieb sie: „Ich kann es fucking nicht glauben!“ Asgharis Account ist weiterhin aktiv. Sein letzter Post datiert vom Montag – auch er zeigt den Verlobungsklunker.