Britney Spears, 39, bleibt auch weiterhin unter der Vormundschaft ihres Vaters. Das klingt erst einmal erstaunlich, schließlich hatte die Sängerin bei einer gerichtlichen Anhörung in der vergangenen Woche sehr ausführlich und aufgewühlt ihre Betreuung durch James Spears als „missbräuchlich“ bezeichnet und mit Zwangsprostitution und Menschenhandel verglichen. Nun entschied die Richterin Brenda Penny in Los Angeles, Spears weiterhin allein durch ihren Vater betreuen zu lassen. Das berichteten CNN und der Guardian unter Berufung auf Gerichtsakten.

Es bleibt die Hoffnung auf einen neuen Antrag

Allerdings bezieht sich diese Entscheidung auf einen Antrag des Anwalts von Spears aus dem letzten Jahr. Im November hatte Samuel D. Ingham III gefordert, die Treuhandgesellschaft Bessemer Trust zum Vormund der Sängerin zu machen und damit Spears' Vater James die Vormundschaft zu entziehen. Dieser Antrag wurde nun zurückgewiesen. Richterin Penny betonte, dass sie die Anhörung vor einer Woche dabei nicht berücksichtigt habe. Offen blieb allerdings, ob sie wie angekündigt am 14. Juli über die Vormundschaft abschließend entscheiden will.

Dazu müsste erst einmal ein entsprechender Antrag des Spears-Anwalts vorliegen; so hatte es das Gericht in der letzten Woche erklärt. Das heißt, die aktuelle Entscheidung der Richterin markiert einen Zwischenstand und hat insofern nicht unmittelbar mit den jüngsten Entwicklungen in dem Vormundschaftsstreit zu tun. Im Ergebnis bedeutet das aber, dass James Spears vorerst – bis auf Weiteres – der Vormund seiner Tochter bleibt und damit der Verwalter ihres Vermögens, das auf immerhin 60 Millionen Dollar geschätzt wird.