Dwayne „The Rock“ Johnson, 49, gehört ganz klar in die Kategorie des sympathischen Muskelmanns. Niemand schlägt sich so beherzt und beseelt für die gute Sache, wie der Hollywood-Schauspieler – in seinen Filmen wie im wirklichen Leben. Kaum verwunderlich also, dass ihm jetzt das People-Magazin auf der „Liste der 100 Gründe, Amerika zu lieben“ den ersten Rang zuwies. Selbstverständlich weiß ein grundguter Mensch wie Johnson, was er bei solchen Anlässen zu sagen hat: „Ich hatte im Laufe der Jahre das Glück, diese Karriere zu machen, allein deswegen bin ich gesegnet genug.“ Bescheidenheit ist eine Zier.

Johnson: „Politik war nie meine Leidenschaft.“

Dabei hegt Johnson durchaus etwas unbescheidenere Ziele, wie er dem Magazin auch verriet. Der Mann, der demnächst in der Fantasy-Klamotte „Jungle Cruise“ zu sehen sein wird, könnte sich vorstellen, als Kandidat bei der nächsten Präsidentenwahl anzutreten: „Wenn 46 Prozent meiner Mitbürger sagen, dass sie dafür sind, dann muss ich einfach mit allem Respekt und Demut aufstehen, zuhören und lernen.“ Johnson beruft sich hier auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Piplsay vom April. „Es wäre mir eine Ehre zu dienen.“

Allerdings erklärte Johnson auch, warum er selbst – vorerst – noch zögert, seinen Hut in den Ring zu werfen: „Ich bin kein Politiker und Politik war nie meine Leidenschaft. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich die Geduld habe, mit all dem Bullshit umzugehen, der an Politik und Politikern dranhängt.“ Und so formulierte er eine klare Bedingung für ein politisches Projekt: „Es muss mit meinen persönlichen Moral- und Ethikvorstellungen übereinstimmen. Das Wichtigste ist, dass andere Menschen daraus einen Nutzen ziehen könnten.“

Johnson: „Ich bin meinem großartigen Land zu Dank verpflichtet.“

In bester Politikermanier lobt er schon mal die Menschen, die „einen wie mich“ ins Weiße Haus wählen würden. Er habe schließlich einen weiten Weg hinter sich: „Ich bin unendlich dankbar für die Möglichkeiten, die man hier einem halb schwarzen, halb samoanischen Jungen gegeben hat, einem Jungen, der sich hier den Arsch abgearbeitet hat, weil er wusste, dass Hartnäckigkeit sich lohnt und Türen öffnet … Ich bin unserem großartigen Land in vielerlei Hinsicht zu Dank verpflichtet.“

Apropos: Zuletzt hatte sich der Schauspielkollege Matthew McConaughey, 50, von guten Umfragewerten beflügeln lassen und erwogen, bei den nächsten Gouverneurswahlen in seinem Heimatstaat Texas anzutreten. In den USA wechseln Schauspieler häufiger in die Politik: Erinnert sei nur an Ronald Reagan, Arnold Schwarzenegger, Clint Eastwood, Shirley Temple kandidierte 1967 für den Kongress und Cynthia Nixons 2018 für einen Gouverneursposten in New York …