Berlin/Thousand Oaks - Die Vorwürfe werden sich nicht gut machen im laufenden Vormundschaftsstreit von Britney Spears, die sich nach 13 Jahren von ihrem Vater lösen will. Denn jetzt wird gegen die 39-jährige Sängerin ermittelt. Der Grund: Eine Haushälterin wirft Spears vor, sie geschlagen zu haben. Die Behörden in Ventura County im südlichen Teil des US-Bundesstaates Kalifornien bestätigten, dass es entsprechende  Ermittlungen gibt. Spears hat ein Haus in Thousand Oaks, etwa 60 Kilometer westlich der Innenstadt von Los Angeles.

Bei dem Zwischenfall, der sich bereits am Montag im Haus der Sängerin ereignet haben soll, wurde niemand verletzt, teilte das Sheriff-Büro von Ventura County mit. Die Berichte der Beamten, die in der Sache tätig wurden, würden nun an die Staatsanwaltschaft zur Prüfung übergeben, hieß es.

Die Haushälterin hatte laut TMZ bei der Polizei ausgesagt, dass sie morgens mit Britneys Schoßhündchen beim Tierarzt gewesen war. Als sie zurückkam, habe ihre Chefin sie wegen der Gesundheit des weißen Malteserhündchens verbal attackiert. Der Streit sei ausgeartet und handgreiflich geworden. Spears soll ihrer Angestellten dabei das Handy aus der Hand geschlagen haben.

Der Anwalt Mathew Rosengart, der Spears im Vormundschaftsstreit vertritt, sprach im Zusammenhang mit den Ermittlungen von „übertriebenem, sensationellem Boulevard-Futter und einem fabrizierten ‚Er sagte, sie sagte‘“. 

Seit 2008 steht Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters. Seit langem kämpft sie dagegen, unterstützt von Promi-Freunden und Fans. Jetzt ist für die Sängerin ein Ende dieser Regelung in Sicht, nachdem Jamie Spears vor einer Woche angekündigt hatte, als Vormund zurückzutreten – allerdings nicht sofort, sondern „erst, wenn die Zeit dafür reif ist“.

Fans und Unterstützern der #FreeBritney-Bewegung dürften die aktuellen Entwicklungen Sorgen bereiten. Auch dass die Popsängerin zuletzt immer wieder Fast-Nackt-Bilder auf ihrem Instagram-Account verbreitet, werten viele als nicht förderlich. „Hier stimmt definitiv etwas nicht. Ich hoffe nur, dass sie diese Bilder nicht als Beweis dafür zeigen, dass Vormundschaft sein sollte“, schrieb ein Nutzer.