Berlin - Seit 2017 sind George und Amal Clooney Eltern von Zwillingen: Alexander und Ella sind inzwischen vier Jahre alt. Zwar erzählt der Oscar-Preisträger in Interviews durchaus mal vom Vaterdasein, von seiner Hausmanns- und Erziehungsarbeit in der Pandemie etwa, wo er täglich drei Ladungen Schmutzwäsche durch die Waschmaschine jagen und dabei nicht vergessen durfte, dass man die Kinder zwischendurch ebenfalls baden müsse. So weit, so herzig – und so unverfänglich. 

Bilder der Kinder wird man im Netz kaum finden, die wenigen Aufnahmen, die es gibt, sind entweder gepixelt oder gesperrt. Man darf davon ausgehen, dass der 60-Jährige und seine 17 Jahre jüngere Frau Heerscharen von Anwälten beschäftigen, damit das so bleibt.

Amal Clooney ist schließlich im Hauptberuf nicht Hollywood-Gattin, sondern Juristin. Die britisch-libanesische Menschenrechtsanwältin hat Julian Assange, Julija Timoschenko und Nadia Murad vertreten, die sich für eine Strafverfolgung von IS-Verbrechen einsetzt. Vor kurzem erst ernannte der Internationale Strafgerichtshof Amal Clooney zur Sonderberaterin für den sudanesischen Konflikt in Darfur.

Es fällt vor diesem Hintergrund nicht schwer nachzuvollziehen, dass sich das Paar um die gemeinsamen Kinder sorgt. Dabei will man sich aber offenbar nicht nur auf die Juristen verlassen, sondern auch an so etwas wie Moral und Anstand appellieren. Und so griff George Clooney jetzt zu einem ungewöhnlichen Schritt und verfasste einen offenen Brief an die britische Boulevardzeitung Daily Mail und andere Publikationen. Darin forderte er diese auf, keine Bilder seiner Zwillinge zu zeigen. 

Clooney schrieb, seine Frau stehe durch ihre Arbeit terroristischen Gruppen gegenüber und stelle diese vor Gericht, „und wir treffen so viele Vorkehrungen wie möglich, um unsere Familie zu schützen. Wir können unsere Kinder nicht schützen, wenn irgendeine Veröffentlichung ihr Gesicht auf dem Cover zeigt.“

Er selbst sei eine Person des öffentlichen Lebens und akzeptiere die oft aufdringlichen Fotos als Teil des Preises, den er für seine Arbeit zu zahlen habe. Seine Kinder seien jedoch nie eine solche „Verpflichtung“ eingegangen. Er und seine Frau hätten noch nie ein Bild der Kinder verkauft, sie seien nicht in sozialen Medien und posteten keine Fotos, „weil dies ihr Leben gefährden würde“, erklärte Clooney. Das sei „keine paranoide Sorge, sondern ein reales Problem mit realen Konsequenzen“.