Berlin - Alle Jahre wieder und rechtzeitig vor Halloween stimmt uns Heidi Klum auf das Gruselfest ein. Egal ob man dem Spuk-und-Süßigkeiten-Spektakel nun zugeneigt ist oder nicht, die 48-jährige Moderatorin lässt keinen Zweifel daran, dass sie Spaß an der Sache hat. In diesem Jahr hat Klum bereits im Vorfeld mehrere aufwendig produzierte Videoclips auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlicht.

Untermalt von dramatischer Musik fallen da Augen ins Cocktailglas, man sieht, wie an Klum diverse Schmink- und Körperbemalungsrituale durchgeführt werden, wie ihr eine breiige Masse aus dem Mund quillt oder wie ihr in einer Einstellung plötzlich der linke Daumen fehlt. Da werden Messer gewetzt, Schreie simuliert und einmal kriecht eine kaum zu erkennende Horror-Heidi gar über ihr eigenes Grab hinweg.

Keine Frage, hier werden einmal mehr keine Kosten und Mühen gescheut, um sich und andere in Stimmung zu bringen. Bereits seit Anfang Oktober spult das in Amerika lebende deutsche Model unter dem Hashtag „HeidiHalloween2021“ eine gut durchgeplante, abwechslungsreiche Show ab – garniert mit Rückblicken auf vergangene Zeiten, als es noch in so pompösen wie kostspieligen Horrorkostümen auf Partys ging. Erinnert sei an Klums Verwandlungen in einen Cyborg mit aufgeschnittenem Bauch oder an ihre Aufmachung als knallgrüne Oger-Figur.

Coronabedingt allerdings fiel Klums sonst übliche traditionelle Kostümfeier mit illustren Gästen schon im vorigen Jahr aus. Und auch in diesem Jahr wird es wohl, darauf lassen die Instagram-Teaser schließen, auf ein Horrorfilmchen hinauslaufen, das am Halloween-Wochenende ausgespielt wird. Derzeit plane Klum keine Halloween-Party, ließ dann auch ihr Management am Dienstag auf dpa-Anfrage hin wissen.

Dass sie sich den Spaß am Verkleiden dennoch nicht nehmen lassen will, dürfte auch an ihrer Herkunft liegen: Klum kommt aus Bergisch Gladbach, aus dem karnevalsverrückten Rheinland also. In ihrer Geburtsstadt gehört der Karneval zum kulturellen Erbe – und wenn „de Zoch kütt“, dann sind alle dabei.

„Karneval war immer eine große Sache“, erzählte Klum mal in einem Interview. „Es gehört einfach zu meiner Heimat. Gerade in meiner Familie wurde Karneval jedes Jahr zelebriert. Meine Mutter hat sogar immer die Kostüme für uns alle selber genäht.“ Schon als kleines Mädchen habe sie sich gern verkleidet, als Teenager dann Motto-Partys veranstaltet. In ihrer US-Wahlheimat kommt da ein durchkommerzialisiertes Fest wie Halloween mit aufwendig dekorierten Häusern, Kürbisfratzen und Kostümpartys gerade recht. Längst hat sich Klum in Amerika den Ruf als „Queen of Halloween“ erarbeitet.