Berlin - Bruce Willis und Demi Moore galten lange als schillerndes Hollywood-Traumpaar: schön, stark, beide sehr erfolgreich. Als der „Stirb Langsam“-Star und die Gagenkönigin 1987 heirateten, erklärte Demi Moore auf ihrer Heiratsurkunde, dass dies ihre erste Ehe sei – was gar nicht stimmte. Aber Moore tat es aus einem bestimmten Grund: Sie dachte, „die Ehe würde länger dauern, wenn ich es angebe.“

Doch drei gemeinsame Töchter und elf Jahre später war die Beziehung am Ende: Im Juni 1998 trennten sich Moore und Willis, zwei Jahre darauf reichten sie die Scheidung ein. Einen öffentlich ausgetragenen Rosenkrieg konnten die beiden vermeiden, auch wenn in der Ehe längst nicht alles rosarot war. Was die Familie anging, gab es immer noch gemeinsame Fotos mit den Kindern, auch auf Instagram präsentiert man sich wieder und wieder als geschlossene Einheit – auch als beide Eltern längst andere Partner hatten. Zu Beginn der Corona-Pandemie machte der ganze Moore-Willis-Clan schöne Schlagzeilen, weil sie gemeinsam in Idaho unter Quarantäne gestellt wurden.

Für diesen innerfamiliären Zusammenhalt ist die älteste Tochter ihren Eltern sehr verbunden, wie Rumer Willis jetzt im Interview mit dem Magazin People verriet. „Ich bin unglaublich dankbar, dass sich meine beiden Eltern mein ganzes Leben lang so bemüht haben, dass ich nie das Gefühl hatte, mich zwischen ihnen entscheiden zu müssen“, sagt die 33-Jährige, die ebenfalls als Schauspielerin tätig ist. Sie habe viele Freunde, deren Eltern sich in jungen Jahren scheiden ließen, „und ich habe zugesehen, wie ihre Eltern sie gegeneinander ausspielen oder wie sie sich an Feiertagen oder in den Ferien entscheiden mussten“. Das sei bei ihr nie der Fall gewesen: „Meine Eltern fanden es wichtig, dass wir eine Familie sein konnten, auch wenn es anders aussah.“

Die Ehe mit dem Action-Star machte Demi Moore auch zum Thema in ihrer 2019 erschienenen Autobiografie „Inside Out“. Dabei wurde klar, dass es zwischen den beiden viele Spannungen gab: Willis habe von ihr gefordert, dass sie bei den Kindern zu Hause bleibt, schreibt Moore. Beide hätten große Probleme gehabt, ihre Familienplanung und Karrieren unter einen Hut zu bringen. Zusammen blieben sie trotzdem lange, gründeten ihre große Familie. „Die Trennung war nicht einfach, aber wir haben es geschafft, unsere Beziehung in etwas zu verwandeln, das den Mädchen ein liebevolles, unterstützendes Umfeld mit beiden Elternteilen bietet“, resümierte die heute 58-Jährige in ihrem Buch.