Berlin - Mit Máxima Zorreguieta Cerruti zog endlich die Leidenschaft ins betonfrisurensteife Königshaus der Niederlande ein. Spätestens bei ihrer Hochzeit im Jahre 2002 musste das allen klar sein. Denn niemand weinte herzergreifender und küsste hingebungsvoller als die Argentinierin. Es war ein Sonnabend, der 2. Februar, das Wetter gab sich frühsommerlich warm, beinahe schon südamerikanisch, Máxima schritt über einen glutroten Teppich in der Nieuwe Kerk, draußen schien die Sonne von Amsterdam, drinnen loderte ein Tango in schönster Traurigkeit.

Máxima setzte einen neuen Temperaturpunkt. Ein emotionales Setting, das auch ihren Bräutigam, den rotblondstoffeligen Prinzen Willem-Alexander, in einen schneidigen Kerl verwandelte. Neben Máxima erschien der Oranje in der dunkelblauen Uniform eines Kapitäns zur See mit Säbel und Orden beinahe schon wie ein Muchacho gallardo. Der Mann hatte offenbar abgenommen. Jetzt passte die Uniform wieder – das war Máximas guter Einfluss. Ihr Stilwille sollte im niederländischen, lange von Königin Beatrix geprägten Betulichkeitsprotokoll von nun an der Maßstab sein.

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