Berlin - Auf Fotos, die derzeit von Alec Baldwin die Runde machen, sieht man den Hollywood-Star schwer gezeichnet. Sein Herz sei gebrochen, hatte er auf Twitter geschrieben – kurz nach der Tragödie am Filmset seines Westerns „Rust“, wo er eine Kamerafrau erschossen hatte. Inzwischen ist Baldwin mehrfach befragt worden und hat sich mit seiner Ehefrau Hilaria und den sechs Kindern zurückgezogen. Während die Behörden noch immer untersuchen, wie es zu dem tödlichen Unfall kommen konnte und wer dafür verantwortlich ist, sucht der 63-Jährige, der nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Produzent des Low-Budget-Films war, Halt bei der Familie. 

Zu der gehört auch Ireland Baldwin, die Tochter des Schauspielers aus der Ehe mit Kim Basinger. Das Model erzählt, sie habe in den vergangenen Tagen die „abscheulichsten und bedrohlichsten Kommentare, E-Mails, Textnachrichten und Sprachnachrichten“ bekommen. Auf ihrem Instagram-Kanal holte sie zur Verteidigung aus: „Ich kenne meinen Vater, ihr kennt ihn einfach nicht. Ich liebe dich, Dad.“

Die 26-Jährige legte sich auch öffentlich mit Candace Owens an, einer rechtskonservativen Aktivistin und Unterstützerin des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Diesen hatte Alec Baldwin in der Sendung „Saturday Night Live“ immer wieder erfolgreich parodiert. Nach dem Set-Unfall twitterte Owens, Baldwin habe Trump und dessen Unterstützer in seiner Parodie jahrelang als böse Mörder dargestellt. Was Baldwin nun passiert sei, nannte Owens „ein Beispiel für poetische Gerechtigkeit, wären nicht tatsächlich unschuldige Menschen von ihm ermordet worden.“

Ireland Baldwin machte ihrem Ärger über diese Kommentare Luft: Sie schäme sich, die gleiche Luft zu atmen wie dieser Mensch. „Eine Frau ist gestorben. Deinem Tweet fehlt es an Information, deine Ignoranz verletzt Menschen.“ Owens hat ihren Beitrag zunächst korrigiert und dann gelöscht.