Jamie Lynn Spears, 30, konnte nicht länger schweigen: Zum ersten Mal hat sie sich öffentlich zum Streit um die Vormundschaft ihrer älteren Schwester Britney, 39, geäußert und auf Instagram Story eine emotionale Erklärung abgegeben. Offenbar nicht ganz freiwillig, denn zuvor war ein ordentlicher Shitstorm über Jamie Lynn hereingebrochen, Fans warfen der Schauspielerin vor, ihre berühmte Schwester während der letzten 13 Jahre im Stich gelassen zu haben – 2008 hatte ein Gericht entschieden, Britney in die Vormundschaft des Vaters zu übergeben.

„Meine Schwester weiß, dass ich sie liebe und unterstütze.“

Am Internet-Pranger gibt’s kein Pardon, Jamie Lynn wurde nicht nur Treu- und Lieblosigkeit vorgeworfen, sondern auch, von Britneys Geld zu leben. Das wollte sie nicht länger auf sich sitzen lassen: „Ich habe sie immer nur geliebt.“ So Jamie Lynn über Britney. Und dass sie sich nicht als Teil der von ihrer Schwester erst kürzlich vor Gericht beklagten, quasi-familiären Ausbeutungsmaschinerie sieht, macht sie auch gleich klar: „Ich bin nicht meine Familie … ich bezahle meine eigenen verdammten Rechnungen, seitdem ich 10 Jahre alt bin.“

Instagram/jamielynnspears
Jamie Lynn Spears in ihrer Insta-Story: „Seit dem Tag meiner Geburt habe ich meine Schwester nur geliebt, verehrt und unterstützt.“

Jamie Lynn besteht darauf, dass sie nie von ihrer Schwester profitiert hat: „Das einzige, was ich immer von ihr wollte, ist, dass sie glücklich ist. Ich habe nichts mit ihren Geschäften zu tun, ich habe mich immer da rausgehalten.“ Womit sie auch auf den Umstand zu sprechen kommt, dass sie sich bislang nicht zu dem Vormundschaftsstreit Britneys mit ihrem Vater James geäußert hat: „Der einzige Grund dafür ist, dass ich darauf gewartet habe, dass Britney für sich selbst sprechen kann. Ich hatte kein Recht, vor ihr öffentlich Stellung zu beziehen.“

Und so gibt sich Jamie Lynn vollkommen selbstbewusst: „Nicht dass ich der Öffentlichkeit eine Erklärung schuldig wäre. Meine Schwester weiß, dass ich sie liebe und unterstütze.“ Sie müsse sich deswegen auch nicht an öffentlichen Aktionen wie dem Hashtag „#FreeBritney“ beteiligen: „Ich habe sie vielleicht nicht so unterstützt, wie es andere erwarten. So wie auf einer öffentlichen Social-Media-Plattform. Aber ich kann euch versichern, dass sich meine Schwester schon lange, bevor es diesen Hashtag gab, auf meine Unterstützung verlassen konnte!“

Doch nun, da Britney vor Gericht klargemacht hat, was sie will – aus ihrer Vormundschaft entlassen zu werden – stellt sich ihre jüngere Schwester klar auf ihre Seite: „Es ist mir egal, ob sie in den Regenwald fliehen will und eine Zillion Babys dort in die Welt setzt. Oder ob sie wieder ein Comeback gibt und die Welt dominiert, wie sie es schon so viele Male zuvor geschafft hat … Seit dem Tag meiner Geburt habe ich meine Schwester nur geliebt, verehrt und unterstützt. Sie war schon immer meine große Schwester, auch bevor dieser ganze Bullshit begonnen hat.“

„Ich bin so stolz auf Britney, dass sie ihre Stimme gefunden hat.“

An dieser Stelle muss Jamie Lynn mit ihren Tränen kämpfen, ehe sie fortfährt: „Ich bin so stolz auf Britney, dass sie ihre Stimme gefunden hat. Ich bin so stolz, dass sie sich einen neuen juristischen Beistand sucht. Dazu hatte ich ihr schon vor Jahren geraten – natürlich nur im privaten Gespräch zwischen zwei Schwestern.“ Sie endete beschwörend: „Wenn es das Ende der Vormundschaft bedeutet, dass sie zum Mars fliegt oder was zur Hölle sie auch immer glücklich macht … dann werde ich das unterstützen. Solange sie nur glücklich ist. Dafür bete ich auch weiterhin.“

Durch die Vormundschaft kann Britney Spears laut eigenen Aussagen nicht selbst über sich bestimmen. Unter anderem soll ihr gesagt worden sein, sie könne nicht heiraten oder ein Baby bekommen. Ihr Vater Jamie erhält, seitdem er die Vormundschaft über seine Tochter innehat, für diese Aufgabe 16.000 Dollar monatlich. Spears verglich ihre Betreuung mit Zwangsprostitution und Menschenhandel: „Man wird zur Arbeit gezwungen und muss sämtliche Besitztümer wie Kreditkarten, Geld, Handy und Reisepass abgeben.“