Dame Judi Dench, 87, hadert mit der Eignung ihres Haustiers. Die britische Schauspielerin, die in zahlreichen Shakespeare-Inszenierungen mitwirkte und in sieben James-Bond-Verfilmungen in der Rolle der „M“ zu sehen war, hält sich zu Hause in Surrey einen Papagei. So weit, so apart, doch als Dench kürzlich daheim stürzte, war der Vogel ihr keine große Hilfe.

Der Papagei kann sprechen, aber keine Hilfe rufen

„Es war niemand im Haus, und ich lag eine halbe Stunde lang auf dem Boden und konnte nicht aufstehen“, erzählte die Oscar-Preisträgerin dem Magazin Saga. Ihr gefiederter Freund stellte sich als völlig nutzlos heraus. Er habe zwar immer wieder gesagt: „Was machst du? Was machst du?“ Aber jemanden anrufen, das habe er nicht gekonnt.

Glücklicherweise konnte sich Dench irgendwann selbst wieder aufrichten und erholte sich vom Sturz. Es bleibe jedoch die bittere Erkenntnis, dass es „sehr schwierig“ geworden sei, ihre Unabhängigkeit zu bewahren, wenn sie älter werde.

Dench, im nordenglischen York geboren, wuchs als jüngstes Kind mit vier weiteren Geschwistern auf. Sie wurde streng religiös erzogen; ihr Glaube ist nach ihren eigenen Worten auch heute noch essenziell für ihr Leben und ihre Arbeit. Seit 1971 war Dench mit dem Schauspieler Michael Williams verheiratet, der 2001 an Lungenkrebs verstarb. Die gemeinsame Tochter Tara, genannt Finty Williams, ist heute 49 Jahre alt und ebenfalls Schauspielerin. Sie hat einen Sohn – Denchs Enkel Sam sieht man bisweilen mit der Großmutter auf Tiktok in gemeinsamen Videoclips.

Im Februar 2012 hatte Judi Dench in einem Interview gesagt, dass sie an einer Makuladegeneration leide, aber ihr Augenlicht deswegen nicht verlieren werde. Auch jetzt betonte die Schauspielerin, die mit dem Umweltschützer David Mills liiert ist, der wie ihre Familie in der Nähe ihres Hauses wohnt, dass sie keinen Panikknopf in ihrem Haus installiert hat, falls ein weiterer Vorfall passieren sollte. Sie wolle an ihrer „Unabhängigkeit“ festhalten.

Auf die Frage nach dem Alarmknopf antwortete sie: „Nein, nein, nein. Nichts dergleichen. Damit muss man einfach leben. Aber du willst unabhängig sein – und das ist sehr, sehr schwierig.“