Herzogin Meghan, 39, darf mit sorgfältigster und vor allem professioneller Prüfung rechnen. Nicht etwa, was ihre vor einer guten Woche in dem Skandal-Interview mit Oprah Winfrey erhobenen Rassismus-Vorwürfe gegen das britische Königshaus betrifft – die sollen laut einer Mitteilung von Queen Elizabeth nur als „private Angelegenheit der Familie“ behandelt werden. Nein, es geht vielmehr um die gegen Meghan erhobenen Vorwürfe, sie habe Palastangestellte gemobbt: Sie sollen jetzt von einer eigens beauftragten Anwaltskanzlei nach allerhöchsten juristischen Standards aufgeklärt werden.

Die britische Nachrichtenagentur PA und der amerikanische Sender CNN berichten, die Kanzlei werde die Personalabteilung des Buckingham Palastes bei der Untersuchung der Vorwürfe unterstützen. Ein Sprecher des Buckingham Palastes konnte das unterdessen bestätigen: „Wir treiben unsere Zusage voran, die Umstände rund um die Anschuldigungen von ehemaligen Mitarbeitern des Herzogs und der Herzogin von Sussex zu untersuchen, aber wir werden keinen öffentlichen Kommentar dazu abgeben.“ Welche Kanzlei mit dem delikaten Auftrage bedacht wird, wollte er allerdings nicht verraten.

Meghan vermutet „kalkulierte Schmutzkampagne“ gegen sich

Zum Hintergrund dieser Mitteilung: Die Londoner Zeitung Times hatte kurz vor der Ausstrahlung des Winfrey-Interviews von Meghan und Prinz Harry, 36, am 7. März berichtet, dass im Jahr 2018 – nicht lange nach der Hochzeit des Paares – innerhalb des Palastes eine Beschwerde gegen Meghan wegen Mobbing die Runde machte. Demnach sollen unter anderem zwei persönliche Assistentinnen der ehemaligen Schauspielerin wegen des hohen psychischen Drucks gekündigt haben, den sie aufgebaut habe. Von Meghans „tyrannischem“ Verhalten, von Demütigungen und Tränen war die Rede.

Meghans Anwälte bezeichneten die Vorwürfe in einem Schreiben an die Times als „kalkulierte Schmutzkampagne“ und vermuteten überdies, der Palast hätte dafür „schädliche Falschinformationen“ an die Presse durchgestochen. Es sei mithin kein Zufall, dass jahrealte Vorwürfe vor der Ausstrahlung des Interviews wieder die Runde machten. Kurzum, der Palast wolle von dem eigentlichen, schwerwiegenden, ungeheuerlichen Verwurf ablenken, nämlich rassistisch zu sein.

In dem Winfrey-Interview hatte Meghan gesagt: Als sie mit Sohn Archie schwanger gewesen sei, habe es in der engeren Familie Bedenken gegeben, „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird“. Das aber, so möchte es eben der Palast, soll Privatsache bleiben, eine bloß interne Familienangelegenheit.