Kim Kardashian, 40, geht unverdrossen und mit ganzem Einsatz ihren Geschäften nach. Zwar lebt die erfolgreiche Ich- und Mode-Unternehmerin in Scheidung von ihrem Noch-Ehemann Kanye West, 43, und hat hier im Sinne einer gütlichen Trennung noch einiges zu erledigen. Doch die andere, nicht minder wichtige Nachricht aus dem Hause Kardashian in der letzten Zeit betraf den Reichtum der Frau: Sie gehört laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes jetzt zum Club der Milliardäre.

Fake oder nicht: das ist hier vollkommen gleichgültig

Und in dieser geschäftlichen Hinsicht wollte und musste Kardashian nun auch mal wieder nachlegen und präsentierte – Bademoden. Bekanntlich gehört zu ihrem aparten Geschäftsmodell, dass sie als Person und Produkt eins ist. Erst diese Ununterscheidbarkeit macht die Warenform perfekt. Und also zeigte sich Kardashian auch dieses Mal wieder selbst in dem knappen Fummel, einem schwarzen Monokini, und zwar mit platinblonder Perücke und einem makellosen Make-Up.

Das ist eine so perfekte Oberfläche, dass Fragen nach der aufwendigen Bearbeitung des Fotos gar nicht erst entstehen: Seine offensichtliche Überkünstlichkeit tilgt den Entstehungskontext, lässt ihn als irrelevant erscheinen. Und dass sowohl das hautenge Textil wie das freifallende Haar für das – eigentlich schweißtreibende – Krafttraining, bei dem Kardashian sich ja zeigt, vollkommen unzweckhaft sind, vervollständigt den Eindruck von Kardashians hyperartifiziellen Statements.

Auf ihrem letzten Instagram-Post scheint es im Gegensatz dazu wieder etwas natürlicher zuzugehen. Eine Strandszene: Wir sehen Kardashian in einem utraknappen schwarzen Bikini, ihre langen, jetzt wieder dunklen Haare erscheinen vom Wind zerzaust, sie trägt eine große Sonnenbrille und hat es sich mit angewinkeltem rechten Bein auf einem sonnengebleichten Baumstamm bequem gemacht. Doch auch hier ist nichts echt und nichts falsch, sondern selbstgenügsamer Schein.

Und wenn es hier etwas zu bemerken gibt, dann wohl, dass Kardashians gewiss verkaufsförderndes L’art pour l’art auch als eine trotzige Abwehr verstanden werden kann: Ihr selber, die sich auf Instagram sonst nur mit ihren Kindern zeigt, geht es trotz der Trennung von dem irrlichternden, ihr Geschäftsmodell bedrohenden Kanye West gut – sie achtet auf ihr Äußeres und hat sich mit Künstlichkeit gepanzert. Wenn das mal keine Küchenpsychologie ist …