Kim Kardashian, 40, muss bis zum bitteren Ende ihrer Ehe eine öffentliche Person bleiben. Wie kaum jemand sonst hat die Ich- und Kosmetik-Unternehmerin das quasi-pornografische Prinzip des Alles-zeigens und Alles-sagens zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell gemacht. Mit viel Tränen, also sehr emotional, sprach Kardashian jetzt in der neuesten Folge ihrer Reality-Serie über das Scheitern ihrer Beziehung mit dem Rapper Kanye West, 43. „Ich fühle mich wie eine verdammte Versagerin, weil das meine dritte verdammte Ehe war. Ich fühle mich wie eine verdammte Verliererin.“

Kardashians Selbstbezichtigungen gehen sehr weit

Fürs Protokoll interessant ist nun: Diese Folge von „Keeping Up with the Kardashians“ wurde bereits im November 2020 aufgenommen, also rund vier Monate, bevor Kardashian im Februar diesen Jahres nach fast sieben Jahren Ehe die Scheidung einreichte und so das Ende von „Kimye“ einläutete, wie ihre Liaison mit West marktgängig bezeichnet wurde. Die Aufnahmen „beweisen“ also, dass Kardashian sehr früh keine Zukunft mehr mit Kanye sah. Das Paar hatte im Mai 2014 in der italienischen Stadt Florenz geheiratet und hat vier gemeinsame Kinder, das älteste ist sieben Jahre alt.

Jetzt, in der vorläufig letzten Phase der Ehe, geht es also um die Reality-Verwertung des Endes. Gegenüber ihren Schwestern macht Kardashian sich weinend schwere Vorwürfe. Mit ihren Selbstbezichtigungen geht sie dabei sehr weit. West sei ein „fantastischer Vater“ gewesen, schluchzt sie in ihr Taschentuch: „Er hat eine Eherau verdient, die jeden seiner Schritte unterstützt, die ihm überall hin folgt, selbst nach Wyoming. Ich kann das nicht.“ West lebte zuletzt auf der abgelegenen Familienranch im US-Staat Wyoming, während Kardashian mit den Kindern in einer Luxusvilla nahe Los Angeles residiert.

Im vorigen Jahr häuften sich Schlagzeilen in der Klatschpresse über eine mögliche Ehekrise des Paares. West sorgte im Juli mit einer bizarren Twitter-Serie für Aufsehen, sie enthielt unter anderem Vorwürfe gegen seine Ehefrau. Für Verwirrung sorgte auch seine Ankündigung, für die US-Präsidentschaftswahl kandidieren zu wollen. West leidet nach eigenen Angaben unter einer bipolaren Störung. Menschen mit bipolarer Störung leiden unter extremen Stimmungsschwankungen. Sie erleben sowohl manische Phasen euphorischer Stimmung als auch tiefe Depressionen.