Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ haben am Montagmorgen in Leipzig Straßen blockiert. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen, wie die Polizei mitteilte. Sechs Aktivisten blockierten demnach die viel befahrene Jahnallee stadteinwärts auf allen drei Spuren. Vier von ihnen hätten sich mit Sekundenkleber auf dem Asphalt festgeklebt.

Feuerwehrleute vor Ort hätten Olivenöl benutzt, um die festgeklebten Personen von der Straße zu lösen. Gegen 9.20 Uhr habe der Verkehr wieder fließen können, sagte ein Sprecher der Polizei Leipzig. Alle Beteiligten hätten sich friedlich verhalten. Gegen die Aktivisten werde aufgrund der Verkehrsbehinderung wegen des Anfangsverdachts einer Nötigung ermittelt.

Jeden Montag Blockaden in ganz Deutschland

Die Gruppierung kündigte zudem an, in Zukunft jeden Montag Verkehrsblockaden und andere Aktionen in deutsche Städten durchzuführen. Geplant seien weiterhin 75 Vorträge zur Information von Bürgerinnen und Bürgern über Forderungen der „Letzten Generation“. In einer Presseerklärung hieß es: „Zeitgleich werden weiterhin Bürgerinnen und Bürger der ‚Letzten Generation‘ wie die letzten Wochen den Öl- und Gasfluss durch das Abdrehen von Notfallventilen zum Stoppen bringen.“

Anfang Mai hatten sich Mitglieder der Gruppe Medienberichten zufolge an einer Öl-Pipeline in Brandenburg zu schaffen gemacht. Die Polizei Leipzig steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit Betreibern in und um Leipzig, um auf solche möglichen Aktionen reagieren zu können.