Marilyn Manson, 52, wird in einem weiteren Fall des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Eine namentlich nicht genannte Frau hat den Musiker verklagt, wie das Promiportal TMZ.com berichtet. Demnach war sie im Jahr 2011 in einer Beziehung mit ihm. Anfänglich soll diese „romantisch und sanft“ gewesen sein. Doch dann erfolgte offenbar die jähe Wende: Sie wirft Manson vor, sie vergewaltigt und sie mehrfach sexuell gedemütigt zu haben. So habe er ihr ein Video gezeigt, in dem zu sehen war, wie er eine junge Anhängerin an einen Stuhl fesselte und zwang, Urin zu trinken.

Mit der Pistole bedroht

Die Frau war nach eigenen Worten von dem Video dermaßen schockiert, dass sie um ihre eigenes Leben fürchtete. In Gerichtsunterlagen, die  TMZ.com vorliegen, heißt es weiter: Nach dem Ende der Beziehung habe Manson die Frau vergewaltigt, als sie ihm den Hausschlüssel zurückbringen wollte. Außerdem soll er sie mit einer Pistole bedroht haben. Ein Vertreter Mansons wies die Vorwürfe zurück und erklärte zu dem angeblichen Schock-Video, es habe sich um einen nach Drehbuch gedrehten, eben künstlerischen Kurzfilm mit einer erwachsenen Schauspielerin gehandelt.

Anfang Februar hatte die Schauspielerin Evan Rachel Wood, 33, die einige Jahre mit Manson liiert gewesen war, schwere Missbrauchsvorwürfe gegen ihn erhoben. Das war allerdings nur der Anfang, es folgten vier weitere Frauen. Mittlerweile reichten die Schauspielerin Esmé Bianco, 39, sowie Mansons ehemalige Assistentin Ashley Walters jeweils Klage gegen den Musiker ein. Manson wies die Anschuldigungen bislang jedes Mal zurück und sprach von einer „schreckliche Verfälschungen der Realität“.  Sein Leben sei schon immer ein „Magnet für Kontroversen“ gewesen.

Derzeit ermittelt auch noch die Polizei Gilford im US-Bundesstaat New Hampshire gegen Manson, und zwar wegen Körperverletzung. Der Sänger soll bei einem Konzert 2019 eine Kamerafrau wiederholt bespuckt haben – und wird nun per Haftbefehl gesucht.