Herzogin Meghan, 39, hat bei einem Benefizkonzert auf die weltweiten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für Frauen aufmerksam gemacht. In einem eingespielten Video während des im US-Fernsehen und online am Sonnabend ausgestrahlten Konzerts der Initiative „Vax Live“ sagte sie, dass allein in den USA seit Beginn der Pandemie etwa 5,5 Millionen Frauen ihre Arbeit verloren hätten. Weltweit sei davon auszugehen, dass 47 Millionen weitere Frauen durch die Folgen der Pandemie in extreme Armut abrutschen, so Meghan in ihrer Rede.

Wie gehabt: Meghan mischt Privates mit Politischem

In dem Video war sie in einem roten Kleid mit deutlichem Babybauch zu sehen, sie erwartet zusammen mit ihrem Mann Prinz Harry, 36, ein zweites Kind. Harry wiederum hatte bei dem schon am 2. Mai aufgezeichneten Konzert auf der Bühne gestanden. Beide sind die Schirmherren der „Vax Live“-Kampagne, ausgerichtet von der Nichtregierungsorganisation Global Citizen, die gegen die Armut und ihre Folgen in Bildung, Umwelt und Gesundheit kämpft und sich auch für einen gleichberechtigten Zugang zu Impfstoffen überall auf der Welt einsetzt.

Bei dem Konzert in einem Stadion bei Los Angeles traten unter anderen die Sängerin Jennifer Lopez und die Band Foo Fighters auf. Auch US-Präsident Joe Biden nahm per Videobotschaft an der Veranstaltung teil und rief seine Bürger dazu auf, sich impfen zu lassen. Für Harry und Meghan war es der erste gemeinsame Auftritt seit dem aufsehenerregenden Interview mit Oprah Winfrey. Dabei hatte das Paar dem britischen Königshauses Mobbing und vor allem Rassismus vorgeworfen. Ein Thema, auf das Meghan auch hier zurückkommen sollte.

Sie mischte in ihrer Rede das Private mit dem Politischen, so erwähnte sie auch ihre Schwangerschaft: Wie „Millionen anderer Familien weltweit“ freuten sie und Harry sich auf die Ankunft einer kleinen Tochter. „Bei dem Gedanken an sie denken wir an all die jungen Frauen und Mädchen rund um den Globus, denen die Möglichkeit und Unterstützung gegeben werden muss, uns weiter vorwärts zu leiten.“ Es werde allerdings „jeden einzelnen von uns benötigen“, um diesen „Weg vorwärts“ gehen zu können, betonte die ehemalige Schauspielerin.

Meghan: Frauen werden um ihre Zukunft betrogen

Aber sie nutzte den Auftritt auch, um ihre Agenda etwas deutlicher zu vertreten. Dabei ging es ihr nicht um das Thema der gleichberechtigten Impfung allein, sondern darum, dass sie vor allem auch den Frauen zugute kommen müsse, wenn jene nicht abermals um ihre Zukunft betrogen werden sollen: „Frauen, und besonders nichtweiße Frauen, haben erlebt, wie der Verdienstzuwachs einer ganzen Generation ausradiert wurde.“ Die Armut der Frauen ginge Hand in Hand mit dem Rassismus gegen sie – die Benachteiligung sei mithin eine doppelte.