Prinz Andrew, 61, muss sich derzeit vor einem New Yorker Gericht wegen sexuellen Missbrauchs verantworten. Von der Klageerhebung bis zum Prozessbeginn ist einige Zeit vergangen – die Anwälte des Royals haben sich redlich bemüht, das Verfahren mit allerlei Tricks zu verschleppen. Jetzt wollen sie den Rechtsstreit mithilfe von bislang unter Verschluss gehaltenen Dokumenten zugunsten des Prinzen entschieden. Die Absicht hierbei: Den Prozess ohne weitere Verhandlung und ohne weitere peinliche Details einfach beenden. Rückstandsfrei.

Angeblich finanziert die Queen den Prozess mit Millionenbeträgen

Das wäre nicht zuletzt auch im Sinne des britischen Königshauses, für das hier einiges auf dem Spiel steht: In der New Yorker Schadenersatzklage wirft die Amerikanerin Virginia Giuffre, 38, dem Prinzen vor, sie vor gut 20 Jahren als 17-Jährige mehrmals sexuell missbraucht zu haben – sollte Andrew schuldig gesprochen werden, würde das nach dem ganzen Megxit-Theater die Monarchie erneut schwer belasten. Angeblich unterstützt Queen Elizabeth II. ihren zweitältesten Sohn bei der juristischen Auseinandersetzung mit Millionen-Beträgen.

Der Aufwand könnte sich auszahlen. Wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete, durften Andrews Anwälte nun Dokumente einsehen, in denen es um einen Vergleich geht, auf den sich die Klägerin Giuffre im Jahr 2009 mit dem verurteilen und mittlerweile gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geeinigt hatte. Epstein soll Giuffre an Andrew zwar „ausgeliehen“ haben, doch in dem nämlichen Vergleich soll sie darauf verzichten, jemand anderes als Epstein dafür zu verklagen. Eben das, so Andrews Anwälte, befreie ihren Mandanten von jeglicher Haftung.

Die Anwälte von Giuffre hingegen halten das Dokument für irrelevant in dem aktuellen Rechtsstreit. Doch würde das New Yorker Gericht nun den Vergleich von 2009 als rechtsverbindlich anerkennen, dann wäre Prinz Andrew aus der Sache raus. Der Neunte der britischen Thronfolge streitet die Anschuldigungen ohnehin strikt ab. Er dürfte seinen Sieg dann wohl als Bestätigung ansehen.