Pietro Lombardi, 29, meldet sich nach wochenlanger Funkstille mit einem ausführlichen Seelenstriptease auf Instagram zurück – nachdem er zuvor alle Beiträge auf seinem Account löschte. Tabula rasa, Neuanfang: In einem fast halbstündigen Video gibt der Sänger, untermalt von dramatischer Musik, sein „ehrlichstes Interview“ (mit sich selbst) und zieht eine mehr oder weniger vernichtende Bilanz seines bisherigen Lebens: „Ich hab mich komplett selber verloren“, erzählt Lombardi. Deshalb habe er eine Auszeit gebraucht. „Ich war leer. Und musste mich neu finden.“

„Ich habe den Pietro verloren, der ich eigentlich bin“

Trotz seines Erfolgs als Künstler sei da etwas schiefgelaufen, analysiert der Mann weiter. Er habe ein Gefühl der Traurigkeit verspürt, ohne den Grund dafür zu kennen: „Ich hab geweint, ich hab gar nicht gewusst, warum ich geweint hab.“ In dem Video berichtet Lombardi unter anderem auch von den Schwierigkeiten bei der Geburt seines Sohns Alessio, von seiner Familie und von seinem aktuellen Leben als Single.

„Ich bin ein Angeber geworden“, fällt dem Sänger schließlich auf. Denn irgendwann habe er sich selbst posend zwischen teuren Autos und Uhren wiedergefunden. „Da habe ich den Pietro verloren, der ich eigentlich bin“, gibt er zu. „Man sieht den Erfolg, aber etwas hat mir gefehlt“, erinnert sich Pietro an die letzten Monate. Diese Leere habe er versucht, mit Materiellem zu füllen, erklärt er selbstkritisch.

Mit der Protzerei „wollte ich die Damenwelt überzeugen“, so der Ex-Mann von Sarah Engels, 28, der seit der Trennung auf der Suche nach einer neuen Frau an seiner Seite ist. Tatsächlich habe er auch „endlose“ Anfragen von „hübschen, jungen“ Frauen bekommen, doch sich irgendwann die etwas ernüchterte Frage gestellt: „Würdest die mich anschreiben, wenn ich nicht der Promi wäre, der ich bin?“

„Wenn’s mir scheiße geht, weine ich halt in die Kamera“

Lombardi hatte 2011 die Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen und dort auch Sarah Engels kennengelernt. Die beiden heirateten 2013 und haben einen gemeinsamen Sohn – 2019 folgte die Scheidung. Seitdem ist Lombardi etwas aus dem Tritt geraten, Anfang Juli hatte er dann seinen vorübergehenden Rückzug aus der Öffentlichkeit bekannt gegeben: Ihm fehle die Kraft und Energie.

Und was kommt jetzt? Lombardi möchte sein Leben ändern: Er will künftig ehrlich sein und zu seinen Gefühlen stehen. „Wenn’s mir scheiße geht, geht’s mir scheiße. Ich lächel nicht mehr in die Kamera. Dann weine ich halt in die Kamera.“ Außerdem möchte er seine „inneren Werte“ und ansonsten eine Frau finden, die nicht nur an seinem Geld und Erfolg Interesse hat, sondern an ihm als Mensch.

Und so verordnet sich Lombardi etwas mehr Gelassenheit: Er werde nicht krampfhaft versuchen, sein Single-Dasein zu beenden. Er ist sich sicher, dass die richtige Frau irgendwann kommen wird. Und wenn es so weit ist, dann werde er es spüren.