Ralf Moeller, 62, hat es dann leider doch erwischt: Der Schauspieler und Muskelmann ist an Corona erkrankt. Dabei war er vor einiger Zeit aus den USA wieder zurückgekehrt und bei seinen Eltern eingezogen – in seiner Heimatstadt Recklinghausen, fernab des ganzen Hollywood-Trubels – und fühlte sich eigentlich sicher vor dem Virus. Moeller wohnt in der oberen Etage des Einfamilienhauses, seine Mutter Ursula, 84, und sein Vater Helmut, 92, leben im Erdgeschoss. Nun musste sich der erwachsene Sohn also in Quarantäne begeben.

Nach eigenen Worten wurde Moeller am 10. März bei einem TV-Sender in Berlin positiv getestet, ein zweiter Test in Recklinghausen sei dann ebenfalls positiv ausgefallen. „Ich fühle mich aber gut, bin nur etwas heiser. Fieber habe ich nicht“, sagte er jetzt zur Bild-Zeitung. Offenbar war Moeller immer noch fit genug, seinem Vater am Sonntag zum Geburtstag zu gratulieren: „Natürlich konnten wir nicht feiern, wie wir das eigentlich geplant hatten. Ich habe meinem Vater aber bei offenem Fenster und mit großem Abstand ein Ständchen gesungen.“

Moeller: „In diese Regierung habe ich das Vertrauen verloren“

Eines aber freute Moeller an dem Geburtstag des Vaters besonders: „Sein schönstes Geschenk war, dass er und meine Mutter am Mittwoch ihre Impfung bekommen.“ Und auch seiner Corona-Erkrankung vermag der Mann etwas Gutes abzugewinnen: Er könne jetzt nämlich auf eine Impfung verzichten, da er ja Antikörper habe.

Dessen ungeachtet ärgert sich Möller allerdings über die Impfpolitik der Bundesregierung: „Anstatt zu sagen, dass Fehler gemacht wurden, werden Ausreden geliefert“, so der Hollywoodstar in der Neuen Presse aus Hannover. „In diese Regierung habe ich leider das Vertrauen verloren. Und da bin ich sicher nicht der Einzige.“

Vieles, was den Bürgern versprochen worden sei, sei nicht eingehalten worden, so Möller weiter: „In finanzieller Hinsicht, was die Impfungen und nun auch noch die Schnelltests angeht.“ Über den Frust der Menschen dürfe man sich deshalb nicht wundern.