Cro, 31, ist Rapper und als solcher bekannt für seine Pandamaske. Die trägt er während seiner Auftritte und nutzt das Inkognito offenbar auch schon mal, um anstatt seiner ein Double auf die Bühne zu schicken. Das erzählte Carlo Waibel, wie der Mann bürgerlich heißt, dem Radiosender MDR Jump am Montag. Bei der Echo-Preisverleihung 2012 sei das zum Beispiel so gewesen: „Ich konnte irgendwie aus zeitlichen Gründen nicht hin und dann haben wir einen anderen Typen geschickt, der tatsächlich auch Carlo hieß.“ Hat Waibel damit Unrecht getan, gelogen, geschummelt?

Die Idee für die Maske hatte Cro auf Bali

Möglicherweise hat er schon damals den 2018 eingestellten Musikpreis nicht sonderlich ernst genommen. Allerdings dürfte er auch nicht die Folgen seiner Finte bedacht haben: Damit der Doppelgänger nicht weiter auffalle, habe der mit niemandem sprechen dürfen, erklärte Waibel. „Sido zum Beispiel sagt ‚Hallo‘ und der Dude konnte nicht antworten. Und ich glaube, ich habe es mir da bei vielen verkackt.“ Womit der Künstler recht haben könnte. Und doch ist bemerkenswert, wenn‘s beim Maskenspiel auf einmal darum geht, wahrhaftig zu sein

Mit dem Song „Easy“ wurde der Rapper vor gut zehn Jahren bekannt. Die Idee zu der ungewöhnlichen Gesichtsbedeckung habe er bei einem Urlaub auf Bali gehabt. „Ich war da am Händewaschen und habe im Spiegel hinter mir so einen Trockner gesehen, der sehr ähnlich aussah wie die Maske.“ Noch auf der indonesischen Insel habe er dann den ersten Prototyp entworfen. (mit dpa)