Berlin/Laglio - Der Süden Italiens brennt, dem Norden drohen heftige Regenfälle: Die italienische Zivilschutzbehörde hat am Samstagabend neue Warnungen für viele Teile des Mittelmeerlandes herausgegeben. Für einzelne Gegenden der norditalienischen Lombardei gelte die höchste Warnstufe Rot, hieß es in einem Bericht der Zivilschutzbehörde. In dieser Woche hatten heftige Unwetter dort in der Gegend um den Comer See zu Überflutungen und Erdrutschen geführt. Im Örtchen Laglio tauchte unerwartet ein Promi auf, um seine Hilfe zuzusagen: Schauspieler George Clooney.

„Es dauerte einen Moment, bis wir realisierten, dass es wirklich George Clooney war. Er kam einfach an, dankte uns für unsere Arbeit, für das, was wir für das Land tun. Dann fingen unweigerlich die Selfies an und auch das Gruppenfoto, er war sehr zugewandt und freundlich“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Laglio am Comer See, Roberto Pozzi, der Zeitung Corriere della Sera. Der US-Star hat in Laglio eine Villa, aber dass er nach dem Unwetter selbst die Verwüstungen inspizieren würde, damit rechneten weder Anwohner noch Zivilschutz.

Der 60-jährige Schauspieler kündigte nach den Zerstörungen Hilfe an. Clooney habe gesagt, er sei bereit, seinen Teil beizutragen, so Bürgermeister Pozzi. In sozialen Medien waren Fotos von Clooney mit Helfern des örtlichen Katastrophenschutzes und Pozzi zu sehen. Laut italienischen Medien ist auch Clooneys Haus von der Überschwemmung betroffen. Das Geröll soll den Balkon im ersten Stock erreicht haben. Eine große Menge an Schlamm, Holz und Schutt soll gegen das Haus gespült worden sein.

In der Gegend um den Comer See hatten starke Regenfälle seit Dienstag vielerorts zu Erdrutschen sowie Überflutungen geführt und schwere Schäden angerichtet. Brücken wurden weggerissen, Häuser beschädigt, es gibt Menschen, die alles verloren haben. Die Gemeinde Laglio befreite die Woche über mit schwerem Gerät von Schlamm überzogene Straßen und baggerte Geröll weg.

In einem Video des italienischen Fernsehsenders Rai 1 sagte Clooney, die Situation sei schlimmer, als man denke. Es werde jede Menge Arbeit geben, es werde Millionen Dollar brauchen. Der 60-Jährige machte den Menschen vor Ort aber auch Hoffnung: „Diesen Ort hier gibt es schon immer, ihn wird es weiter geben und er wird stärker und besser zurückkommen.“