Fans der Erfolgsserie „Sex and the City“ müssen stark sein – oder auch einfach nur geduldig? Nach der Absage von Publikumsliebling Kim Cattrall alias Samantha deutete zuletzt alles darauf hin, dass sich auch ein weiterer Star nicht auf das Projekt einer Neuauflage einlassen wird. Chris Noth, 66, der ab 1998 die Rolle des beziehungsresistenten Herzensbrechers Mr. Big übernommen hatte und in allen sechs Staffeln der Serie sowie in den zwei nachfolgenden Filmen mitwirkte, ist laut New York Post beim geplanten „Sex and the City“-Reboot nicht dabei. Demnach steht außerdem infrage, ob David Eigenberg als Steve Brady zurückkehren wird. Brady ist der Partner von Miranda Hobbes und Vater des gemeinsamen Kindes.

Damit scheint sich für die neue Serie, die unter dem Titel „And Just Like That“ zehn Folgen umfassen und wieder beim Bezahlsender HBO laufen soll, so langsam Absage an Absage zu reihen. Der Sender hat sich bislang noch nicht zu den Personalien Noth und Eigenberg geäußert. Und auch Chris Noth selbst hält sich scheinbar noch ein Hintertürchen offen: Alles ändere sich, auch Ankündigungen, schrieb der Schauspieler als Antwort auf einen enttäuschten Fan-Kommentar bei Instagram. 

In einer US-Talkshow ließ Noth jetzt zumindest keine Verbitterung über seine Zeit bei der Serie erkennen – im Gegensatz zu anderen Mitwirkenden, die sich im Nachhinein nicht sehr positiv äußerten. Noth aber, der neben „Sex and the City“ auch durch Serien wie „Criminal Intent“ bekannt geworden war, erinnert sich gern an seine Rolle als Mr. Big. In der Kelly Clarkson Show erzählte er von seiner Lieblingsszene am Set. Sie spielte während der ersten Staffel und war Sarah Jessica Parker unfassbar peinlich. Denn ihre Serienheldin Carrie musste im Bett vor Mr. Big unfreiwillig pupsen: „Ich habe darauf bestanden, den Sound für sie zu machen. Ich bin ein Experte für Furzgeräusche“, sagte der 66-Jährige jetzt. 

Noths Entscheidung könnte auch davon beeinflusst sein, dass er im vergangenen Jahr im Alter von 65 Jahren noch einmal Vater wurde. „Vom Himmel herab kommt unser zweiter Sohn – Keats“, teilte der Schauspieler im Februar 2020 auf Instagram mit. Dazu postete er ein Foto des Neugeborenen. Es ist das zweite Kind für Noth und dessen Frau, die Schauspielerin Tara Wilson.

Derweil macht die Nachricht die Runde, dass ein anderer männlicher Star der Serie die Neuauflage beehren wird. Laut New York Post soll es ein Wiedersehen mit John Corbett, 59, geben. Er spielt den romantisch veranlagten Möbeldesigner Aidan Shaw, den die Hauptfigur Carrie fast mal geheiratet hätte. Corbett bestätigte seine Teilnahme beim Reboot und sagte, dass alles „sehr aufregend“ für ihn sei.

Imago/Mary Evans
John Corbett und Sarah Jessica Parker in „Sex and the City“.

Die Kultserie um New Yorker Frauen und ihre Liebesabenteuer wird im Reboot nur noch drei weibliche Protagonistinnen haben. Neben Sarah Jessica Parker, 56, sind dies Cynthia Nixon, 55, alias Miranda und Kristin Davis, 56, alias Charlotte York. Dass die 64-jährige Kim Cattrall in ihrer Rolle als Samantha Jones fehlt, war für Kenner der Serie indes keine große Überraschung. Cattrall hatte bereits vor einigen Jahren klargestellt, dass sie für eine Fortsetzung nicht zur Verfügung steht. Nach dem zweiten Film im Jahr 2010 habe sie von ihrer Rolle genug gehabt, erklärte sie im Sommer 2019 dem britischen Guardian.

„SATC“-Autorin Candace Bushnell hatte bei der Ankündigung von Cattralls Fehlen in der Neuauflage versichert, die Serie werde auch ohne die Schauspielerin interessant sein. Dass die Wiedervereinigung der vier Serienfiguren an persönlichen Differenzen gescheitert sei, stritt Hauptdarstellerin Sarah Jessica Parker stets ab. „Es stimmt nicht, dass ich sie nicht mögen würde. Das habe ich nie gesagt und würde ich nie. Samantha ist nicht Teil dieser Geschichte“, erklärte sie. „Aber sie wird immer ein Teil von uns sein. Egal, wo wir sind oder was wir tun.“ In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte über Unstimmigkeiten zwischen den beiden Darstellerinnen.

Die Dreharbeiten zum Revival sollen im späten Frühjahr in New York beginnen. Inhaltlich sind die Aussagen zur Handlung bislang noch recht dünn. Die Neuauflage soll den drei Freundinnen auf ihrer Reise „von der komplizierten Realität von Leben und Freundschaften in ihren Dreißigern“ zu der „noch komplizierteren Realität“ ab 50 folgen, heißt es in einer Mitteilung.